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Eric Clapton: Mister Slowhand in Düsseldorf

Von Markus Rinke

Eric Clapton hat sein Publikum am Freitagabend in Düsseldorf überrascht und begeistert. Es war das einzige Konzert in NRW des 77-Jährigen Briten.

Erick Clapton Konzert

15 Stücke spielt Eric Clapton, darunter sind zwölf Cover-Versionen. Clapton ist eine Institution. Er hat mehrere goldene Schallplatten in Deutschland bekommen, aber er hatte nicht einen Nummer-eins-Hit.

15 Stücke spielt Eric Clapton, darunter sind zwölf Cover-Versionen. Clapton ist eine Institution. Er hat mehrere goldene Schallplatten in Deutschland bekommen, aber er hatte nicht einen Nummer-eins-Hit.

Beim Konzert geht es nur um seine Musik. Eine Light-Show gibt es, abgesehen von einigen Strahlern, gar nicht. Manchmal wird sein Gitarrenspiel auf die Fahnen über der Bühne projiziert. An den Seiten hängen zwei Bildschirme. Das war's.

"I Shot The Sherrif" aus dem Jahr 1974 war mit Platz vier sein größter kommerzieller Erfolg in Deutschland. In den USA war es nicht nur Nummer eins, die Single verkaufte sich auch über eine Million mal.

Für Christoph und Anke aus Essen sowie und Ulrike und Ralph aus Bremen (von links nach rechts) ist Eric Clapton ein Begleiter seit mehr als 40 Jahren. Der Blues und die Stimme machen die Faszination aus, und es ist der Held der Jugend.

Laut Veranstalter ist die Halle mit 10.000 Menschen ausverkauft.

Trotzdem kommt so etwas wie Club-Atmosphäre auf. Das mag an der spärlichen Beleuchtung liegen, vor allem aber auch an der Band.

Clapton hat eine hervorragende Band mit acht Musikern an seiner Seite. Sie wirken perfekt aufeinander eingespielt. Mit den gitarrenlastigen Songs wirkt es mehr wie eine Blues-Session.

Doyle Bramhall II übernimmt stellenweise die Lead-Gitarre, es ist perfekt.

Norbert und Wolfgang kommen aus Düsseldorf. Für Wolfgang war es das achte oder neunte Clapton-Konzert: "Mir hat am besten gefallen, wie ein Mann weit über 70 so frisch auf der Bühne steht und immer wieder mit neuen Versionen daherkommt. Und er nutzt die Qualitäten der Musiker, die um ihn herum sind." Norbert hat vor allem die Spielfreude gefallen: "Als ob es neue Stücke sind." Außerdem hat er sich gefreut, dass auch junge Menschen im Publikum waren.

Jasmin ist extra aus Berlin für das Konzert angereist. "Die Karten habe ich jetzt schon drei Jahre und nach der Waldbühne war das ein gelungener Abschluss für mich." Vor allem die Mischung der Songs hat sie begeistert. Max kommt aus Montabaur und ist über Phil Collins zu Clapton gekommen, "weil der schon mehrere Alben mit ihm gemacht hat und mit vielen tollen Musikern zusammenarbeitet."

Mr. Slowhand greift nicht nur zur E-Gitarre, sondern spielt auch ein Akustik-Set mit vier Stücken. "Slowhand" hieß übrigens das fünfte Studioalbum des Musikers.

Rainer kommt von der Insel Föhr und ist für das Konzert ins Rheinland gekommen: "Es war genial, hätte aber etwas länger sein können." Vermisst hat er aber keine Stücke.

Auf der Setlist ist auch "Tears In Heaven", für das er drei Grammys erhielt. Es ist die Filmmusik zu "Rush", aber auch ein Lied, in dem er den Unfalltod seines Sohnes verarbeitet.

Mira und Christian kommen aus Jülich. Mira wollte Eric Clapton schon immer mal sehen. "Es war großartig."
"Die Zusammenstellung der Stücke hat mir am meisten gefallen, der Sound war klasse, und das Clapton auch gut drauf war
", ergänzt Christian.

Clapton ist bekannt dafür, dass er seine Show spielt und wenig mit dem Publikum spricht: "Good evening, it's nice to be back in Germany" ist schon viel. Doch jetzt hat sich der Musiker erstmal wieder aus Deutschland verabschiedet.

Stand: 10.06.2022, 23:24 Uhr