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Eric Burdon und "Reggatta meets Sting" in Greven

Eric Burdon und "Reggatta meets Sting" in Greven

Von Markus Rinke

Strandfeeling am Emsbeach in Greven. Dazu Musik von "Reggatta meets Sting" sowie Eric Burdon and The Animals. Der Brite überraschte das Publikum.

Eric Burdon ist mittlerweile 78 Jahre alt. Er wurde von einem bedeutenden Musikmagazin in die Liste der besten 100 Sänger gewählt. Am Emsbeach in Greven beweist er, dass er zurecht auf der Liste steht.

Monika (rechts) ist extra von der Rhön angereist, Martina aus Bornheim. Die Frauen kennen sich nicht, sie sind aber beide extrem begeistert von dem Auftritt Eric Burdons. "Das war super, Eric Burdon hat heute eine Wahnsinnsstimme gehabt", sagt Monika und Martina ergänzt: "Der Blues war perfekt, das war ein Hammerkonzert."

Mit den Animals feierte Burdon in den 60er und 70er Jahren riesige Hits.

Obwohl Burdon weit über 50 Jahre auf der Bühne steht, überrascht er noch immer. Für Oliver aus Hannover ist Eric Burdon einer der Weltstars. Vom Konzert war er beeindruckt: "Er war richtig quicklebendig, das hat Spaß gemacht." Anfang der 90er Jahre hat er Burdon in Hannover gesehen, doch das Konzert in Greven sei besser gewesen, sagt Oliver.  

In Greven spielt Burdon schnörkellos, die Musik lebt von seiner Stimme und von der guten Band. Die Musiker sind alle deutlich jünger als der der Brite.

Eric Burdon ist gut aufgelegt. Für den Gitarristen gibt es ein Geburtstagsständchen, in das die gut 2.500 Zuschauer einstimmen.

"The House Of The Rising Sun" ist der größte Hit von Eric Burdon. Das Lied mit dem markanten Orgelsound wurde von ihm und der Band erstmals 1964 und anschließend noch mehrfach wiederveröffentlicht, das letzte Mal 2012 in Großbritannien.

"The House Of The Rising Sun" ist ursprünglich ein amerikanischer Folk-Song. Auch "Don't Let Me Be Missunderstood" ist ein Coversong. Das Original stammt von Nina Simone und wurde später auch noch von Santa Esmeralda veröffentlicht. Diese Version war weitaus erfolgreicher als die von Eric Burdon.

Reggatta Meets Sting ist eine Tribute Band, die die Hits des Superstars Sting spielt. Beim Beach Club Festival in Greven reiht sich ein Hit an den nächsten.

Tina und Franko sind beide Police-Fans. Musik der Band gehört zu ihrer gemeinsamen Jugend in den 80er Jahren. Reggatta Meets Sting begeistert Tina: "Die Stimme ist unglaublich, das ist so nah dran."

Kern der Band ist Reggatta de Blanc, ein Trio, das sich in den 90er Jahren gründete. Diese Band wurde erweitert, um auch Hits von Sting zu spielen. In der Regel stehen zusätzlich mit dem Keyboarder dann vier Musiker auf der Bühne. Es können aber auch weitaus mehr werden.

Den Start des Festivals macht in Greven die hauseigene Band des Clubs, Beat Club Allstars. Die Formation spielt Musik von Rock-Titanen wie Lennon und McCartney, Jagger und Richards oder Pete Townshend.

Daniel, Leonie und Bernhard haben schon bei Beat Club Allstars Greven eine Zugabe gefordert. "Wir haben die das letzte Jahr das erste Mal gehört, und die sind verdammt gut und mitreißend." Die Münsterländer sind das zweite Mal auf dem Festival.

Kopf der Band ist Franz Walter Lanwer. Er war Lehrer am Gymnasium in Greven und leitete Schülerbands. Zu seinem 40. Bühnenjubiläum haben sich Mitglieder der Bands zusammengetan und sind aufgetreten. Daraus ist Beat Club Allstars Greven entstanden und fester Bestandteil des Festivals.

2.500 Gäste sind auf dem Festival in Greven.

Für Mandy und Jurek ist das eine optimale Größe. Die Beiden sind extra aus Köln gekommen, um sich Eric Burdon nicht entgehen zu lassen. "Das ist einer der Heroen der Musikgeschichte.“ Sie sind von den vielen Klappstühlen und Kühlboxen ein wenig überrascht, finden das aber total gemütlich.

Maria und Mel aus Emsdetten sind zum zweiten Mal beim Festival dabei. 2018 hatten sie weder Kühlbox noch Sonnenschirm und Campingstühle dabei: "Das ist immer wunderschön hier", sagt Maria. Für die beiden ist es vor allem die Stimme von Eric Burdon, weswegen sie nach Greven zum Emsbeach gekommen sind.

Steffi und Bernd sind aus Münster ins benachbarte Greven gekommen. "Das ist die Musik, die wir von früher kennen", sagt Steffi. Sie sind vor allem wegen Eric Burdon gekommen: "Er ist Sohn der Arbeiterklasse, aus Newcastle, genau wie Sting", meint Bernd, der schon mehrfach auf dem Festival war.

Fast eineinhalb Stunden spielt Burdon auf dem Festival und gibt noch mal alles. Es ist seine Abschiedstour.

In NRW tritt Burdon noch einmal am 1. Oktober 2019 in Dortmund und am 2. Oktober 2019 in Düsseldorf auf.

Stand: 29.06.2019, 23:55 Uhr