Boy George-Konzert in Köln: Treue Fans, die Mauer und viele Erinnerungen an die Jugend

Boy George-Konzert in Köln: Treue Fans, die Mauer und viele Erinnerungen an die Jugend

Von Susanne Schnabel

Die Besucher des Boy George-Konzertes begeben sich auf eine Zeitreise in die eigene Jugend. Das weckt viele schöne Erinnerungen und macht ein wenig wehmütig.

Impressionen vom Konzert "Boy George & Culture Club" in Köln am 4. Dezember 2018

Anja und Thorsten sind aus Sankt Augustin gekommen, um sich die Show anzuschauen. Thorsten trägt ein David Bowie-Shirt und zwar nicht aus Versehen: "Ich bin vorbereitet. Ich habe mir die Setlist von den letzten Konzerten angeschaut. Boy George covert 'Let's Dance'.

Anja und Thorsten sind aus Sankt Augustin gekommen, um sich die Show anzuschauen. Thorsten trägt ein David Bowie-Shirt und zwar nicht aus Versehen: "Ich bin vorbereitet. Ich habe mir die Setlist von den letzten Konzerten angeschaut. Boy George covert 'Let's Dance'.

David Bowie war das große Vorbild von Boy George. Heute ist Boy George selber das Idol für eine große, treue Fangemeinde.

"Ich bin Fan, seitdem ich 13 Jahre alt bin", erzählt Helga aus Lünen. "Seine Stimme habe ich schon immer geliebt und natürlich diese Aufmachung."

"Damals habe ich beim Weihnachtswichteln die Monika gezogen und ihr die Single 'Do You Really Want to Hurt Me' geschenkt. Das kam gut an. Mit Monika bin ich bis heute befreundet", erzählt Peter aus Köln.

Cheryll ist gebürtige Britin, lebt aber mit ihrem Mann Mark (r.) in Pulheim. "Sensationell – endlich sehe ich Boy George live. Damit geht ein Traum für mich in Erfüllung", sagt die 49-Jährige.

Und als Boy George pünktlich um 20 Uhr die Bühne betritt, verwandelt sich Cheryll wieder in einen Teenager und ruft wie Tausende andere Frauen seinen Namen.

Antje (ganz rechts) ist für das Konzert in Köln extra aus Hamburg angereist: "Für Boy mache ich alles", erzählt sie. Wie viele andere Fans deckt sie sich am Merchandising-Stand ein.

Die Shirts sind bunt, fröhlich und stylisch wie eh und je.

Das passt auch zu Anja. "Früher war ich ein Riesenfan. Ich wollte die Gelegenheit nutzen, Boy George und Culture Club live zu sehen, wenn sie schon mal in der Stadt sind", sagt die Kölnerin.

"In meinem Kinderzimmer war kein Zentimeter Tapete mehr zu sehen. Es hing alles voll mit Postern und Artikeln aus der Bravo über Boy George", erinnert sich Sylke. "Mein erstes Konzert habe ich mit elf Jahren gesehen. Meine Mutter hat mir damals ganz viele kleine Zöpfe geflochten."

Da musste Conny (l.) länger auf ihr erstes Konzert warten als Sylke. "Bei mir war eine Mauer dazwischen. Boy George war unerreichbar", erzählt Conny, die aus Thüringen stammt und jetzt in Köln lebt. "Ich habe damals mit meinen Eltern Westfernsehen geschaut - auch die Musiksendung Formel Eins." Drei Jahrzehnte später kann Conny, hier in Begleitung von Ina, Boy George live sehen.

Das Konzert in Köln ist das einzige in NRW. Danach treten Boy George und Culture Club in Berlin auf, danach geht es für alle Musiker in die verdienten Weihnachtsferien.

Stand: 05.12.2018, 09:00 Uhr