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Bläck Fööss – Sinfonisch

Bläck Fööss – Sinfonisch

Von Markus Rinke

50 Jahre Bläck Fööss, das sind tausende Konzerte. Doch WDR 4 präsentiert ein außergewöhnliches. Zusammen mit dem WDR Funkhausorchester präsentiert die Band ein besonderes Arrangement.

Magisch – ein Gänsehautmoment gleich zu Beginn: "Drink doch eine met", die Geschichte eines alten Mannes, war 1971 der erste große Hit.

Diszipliniert – von oben ist es zu sehen: Die Mindestabstände werden eingehalten.

Entschlossen – dafür, dass es sich fast wie ein normales Konzert anfühlt, hätten alle Beteiligten "gerödelt wie die Irren", betont Orchester-Managerin Corinna Rottschy. Aber ein dicker Wermutstropfen bleibt. Die 132 Zuschauer machen viel Stimmung, dürfen aber nicht mitsingen. Bei einem Konzert mit den Bläck Fööss ist das eine echte Strafe.

Ehrlich – die Lieder der Black Fööss haben Tiefgang. Der Erfolg über die Jahrzehnte liegt unter anderem darin, Geschichten aus dem Milieu mit der eigenen Musik zu kombinieren.

Gefühlvoll – im Zusammenspiel mit dem WDR Funkhausorchester gibt es auch ruhige Momente.

Ironisch – Geschichten aus dem echten Leben: in "Adschüss Partie" besingt Bömmel Lückerath das Ende einer Beziehung nach zehn Jahren.

Stolz – unter der Leitung von Andreas Kowalewitz hat das WDR Funkhausorchester die Stücke neu arrangiert und eine Woche geprobt, natürlich auch mit der Band.

Verrückt – aber nur ein bisschen und sehr sympathisch. Anne ist mit Vater Kurt zum Konzert gekommen, sie hat zwei der wenigen Karten mit einer sehr guten Begründung gewonnen: "Mein Papa hatte mich angerufen und gesagt, 'ey, da läuft die Wiederholung vom Bläck Fööss-Konzert, und ich schau auf die Uhr und sage, 'Papa, es ist halb drei'." Es war die Nachtwiederholung im WDR-Fernsehen ...

Gemeinsam – bei den Bläck Fööss stehen inzwischen Musiker mehrerer Generationen auf der Bühne. Bassist Hanz Thodam ist seit 2019, Andreas Wegener seit 2005 dabei.

Mitreißend – in "Achterbahn" aus dem Jahr 1987 besingt Pit Hupperten den Pützchens Markt in Bonn. Vorher erinnert er noch an die schwierige Situation der Menschen in der Corona-Krise, zum Beispiel an die der Schausteller.

Lustig – "Ich schlof nit jän allein en" ist ein recht junges Lied der Band und ein Beispiel dafür, wieviel Humor die Texte oft haben.

Gerührt – endlich wieder ein Konzert, freut sich Rosemarie aus Hürth: "Es tut so gut, nach sechs Monaten mal wieder so etwas zu erleben." Sie freut sich auch darüber, wie vielseitig das WDR Funkhausorchester ist.

Verliebt - "Du bes die Stadt" ist der Song mit dem charakteristischen Dudelsackspieler. Es ist ein Liebeslied, aber man dürfe nicht selbstverliebt sein, betont die Band.

Gigantisch – das ist das Fazit von Roswitha und Elke. "Es hat alles gepasst, die Atmosphäre war toll", schwärmen die Kölnerinnen.

Begeistert – zum Schluss gibt es von den 132 Zuschauerinnen und Zuschauern Standing Ovations. Ein Grund dafür ist auch "En unserem Veedel" zum Abschluss. Wohl kaum ein Lied berührt die kölsche Seele so sehr, zumal es zu Beginn der Corona-Krise von prominenten Kölnern neu aufgenommen wurde.

Zufrieden – für alle, die nicht live dabei sein konnten: Eine Wiederholung gibt es am 11. Oktober 2020 um 19 Uhr in der Sendung WDR 4 Klassik Populär.

Stand: 22.08.2020, 02:13 Uhr