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Albert Hammond mit Kammerchor und Sinfonieorchester in Wuppertal

Albert Hammond mit Kammerchor und Sinfonieorchester in Wuppertal

Von Markus Rinke

"Albert Hammond in Symphony" heißt der besondere Teil der Tour 2018. Am 25. und 26. Mai 2018 spielte der Musiker mit dem Sinfonieorchester Wuppertal und dem Chor Amici Del Canto in der wunderschönen Historischen Stadthalle.

Albert Hammond mit Sinfonieorchester in Wuppertal

Albert Hammond singt in Wuppertal seine Hits aus 50 Jahren, und er singt mit ganz großer Leidenschaft.

Albert Hammond singt in Wuppertal seine Hits aus 50 Jahren, und er singt mit ganz großer Leidenschaft.

Denn neben Hammonds Band ist das Sinfonieorchester Wuppertal und der Chor Amici Del Canto auf der Bühne. 2016 hat der Künstler das Album "Albert Hammond in Symphony" veröffentlicht. Darauf hat er klassische Partituren für einige seiner Welthits geschrieben. Schon zu Beginn gibt es (noch ohne) Hammond ein Medley seiner bekanntesten Lieder.

Das Orchester wird vom Dirigenten Wolfgang Rögner begleitet, der vom WDR-Moderator Klaus Fiehe interviewt wird. Rögner ist normalerweise der Chefdirigent des Leipziger Sinfonieorchesters.

Mal bombastisch, dann wieder ruhig, wie bei "Little Arrows" aber immer kraftvoll. Das ist die Musik für den Abend. Dabei fällt auf, mit welcher Leidenschaft Hammond auf der Bühne steht. "Little Arrows" war übrigens der erste große Hit für den Musiker. Das Lied hat er 1968 für Leapy Lee geschrieben.

"Es hat mich schon überrascht, dass die Stimme noch so voll da ist, und er mit dem Orchester noch so mithalten kann. Das war großartig, ein ganz fantastisches Konzert", sagt Petra, die mit ihrer Tochter in die Wuppertaler Stadthalle gekommen ist. Mona sieht das genauso. "Es war wunderbar", sagt sie, die seit Kindheit Fan ist, weil Albert Hammond immer im Auto lief und beide laut mitgesungen haben. Das haben sie dann auch am Freitagabend gemacht.

Tatsächlich fordert Hammond das Publikum immer wieder auf, mitzusingen. Bei "One Moment in Time" ist die Halle voll da.

Überraschung: Auf einmal steht Albert Hammond hinter Edith (links). Denn der Künstler geht zwischendurch ins Publikum und begrüßt viele Gäste. Nach dem Konzert ist auch Angelina überrascht: "Ich hätte nicht gedacht, dass die Stimmung so rüberkommt."

"Zu jedem Lied gibt es eine Geschichte", erklärt Hammond gut gelaunt. "To all the Girls I loved before" sei ein Lied, von dem er überzeugt war, dass es ein Hit würde. Tatsächlich floppte das Lied mehrfach, bis er es 1983 Julio Iglesias anbot und es endlich ein Hit wurde.

Daniela und Matthias sind begeistert von dem Konzert, aber auch von der historischen Stadthalle. "Die war ganz besonders gut für das Konzert", sagt der Wermelskirchener.

Die Stadthalle ist nicht nur beeindruckend schön, sondern auch für ihre außergewöhnlich gute Akustik bekannt.

"Es war eine Revolution in der Familie", sagt Ingrid, die mit Ihrer Mutter Wilhelmine das Konzert besucht hat. Es begann mit "I'm a Train" - Die Platte hat Ingrid als Jugendliche gehört und Mutter Wilhelmine ebenfalls begeistert. Ingrid ist extra aus Heidelberg angereist, Mutter Wilhelmine lebt in Siegen. "Ich bin früher ein ganz großer Fan gewesen, dann ist er ja in der Versenkung verschwunden und nach 30 Jahren wieder aufgetaucht", erklärt Ingrid. "Seitdem bin ich zu allen möglichen Konzerten gegangen und habe meine Mutter immer wieder angespitzt. Jetzt war sie schon bei drei Konzerten", erklären die Frauen. Wilhelmine ist übrigens, wir dürfen das Alter verraten, 90 Jahre alt.

Über 20 Hits spielt Hammond, viele davon hat er für und mit anderen Künstlern geschrieben, zum Beispiel Chris de Burgh, Tina Turner, Celine Dion oder Diana Ross.

Seit drei Jahren begleitet Hammond seine Band.

Der Kammerchor Amici Del Canto ist, wie das Orchester, nur bei den Auftritten in Wuppertal dabei. Die Mitglieder sind ausgebildete Schul- und Kirchenmusiker, sowie einige Laien. Normalerweise präsentiert der Chor geistliche Lieder.

Das Sinfonieorchester Wuppertal hat bereits Erfahrung mit Rock- und Pop-Stars. Nach Procol Harum (2013) und Ian Anderson, dem Frontman von Jethru Tull (2017), spielt es nun mit der dritten großen Legende. Das Publikum ist restlos begeistert, Hammond wird mit minutenlangen Standing Ovations und tosendem Beifall verabschiedet.

"Auf dieses Konzert habe ich mehr als 40 Jahre gewartet" schwärmt Martina. Sie und Ihr Mann Bernhard kommen aus Stadtlohn im Münsterland. Für Albert Hammond haben sie extra ein Fest des Schützenvereins ausfallen lassen. Aber es hat sich gelohnt, sagt Martina: "Jetzt habe ich ihn endlich live erlebt, Tränen sind geflossen, gelacht habe ich, gefreut habe ich mich, es war wunderschön."

Nach dem Konzert nimmt sich der Künstler noch Zeit für seine Fans und schreibt Autogramme.

Am 17. August 2018 ist er mit Band noch einmal in Mönchengladbach auf Schloss Rheydt bei der SommerMusik zu Gast.

Stand: 25.05.2018, 22:34 Uhr