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Alan Parsons beeindruckt mit seinem "Live Project"

Alan Parsons beeindruckt mit seinem "Live Project"

Von Susanne Schnabel

Rund 5.000 Fans feierten am Freitagabend begeistert in Düsseldorf Alan Parsons und die sieben brillanten Musiker, die er mitgebracht hat. WDR 4 präsentiert den britischen Ausnahmekünstler.

Konzert von "Alan Parsons Live Project" in Düsseldorf

Es ist ziemlich genau 40 Jahre her, dass Alan Parsons "Tales Of Mystery And Imagination" veröffentlichte und gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Eric Woolfson ins Rampenlicht trat. Grund genug, jetzt eine Tournee zu spielen, auf der die Hits seiner Karriere gebührend gefeiert werden.

Es ist ziemlich genau 40 Jahre her, dass Alan Parsons "Tales Of Mystery And Imagination" veröffentlichte und gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Eric Woolfson ins Rampenlicht trat. Grund genug, jetzt eine Tournee zu spielen, auf der die Hits seiner Karriere gebührend gefeiert werden.

Rund 5.000 Fans sind am 26. Mai nach Düsseldorf gekommen, um seine Hymnen wie "Eye In The Sky", "Don't Answer Me", "Lucifer" oder "Games People Play" sowie viele andere gemeinsam zu zelebrieren. Es ist das einzige Konzert in NRW - präsentiert von WDR 4.

Parsons hat Musikgeschichte geschrieben – zunächst hinter den Kulissen: Sowohl beim Abbey Road-Album der Beatles, als auch bei Pink Floyds "The Dark Side of The Moon" saß der Brite in den Aufnahmestudios an den Reglern.

Als Produzent machte er sich durch die Zusammenarbeiten mit Pilot, John Miles, Ambrosia und Al Stewart einen Namen. Es scheint, dass er auch heute noch lieber in der zweiten Reihe steht.

Parsons bleibt im Dunkel des Bühnenhintergrunds und überlässt seiner Band den Vortritt. Insgesamt sieben Talente hat er um sich versammelt. Hier der Sänger P.J. Olsson, der mit seinem satten Timbre das Publikum begeistert.

"Das ist heute etwas ganz besonderes für mich", sagt Martin aus Bottrop, der selber lange Jahre Musik gemacht hat. "Ich bin Fan der ersten Stunde. Vor 25 Jahren habe ich Alan Parsons das letzte mal live gesehen."

Vor 25 Jahren war Celine noch nicht mal geboren und ihre Schwester Sabrina gerade mal vier Jahre alt. Und dennoch sind sie Fans. Die beiden Düsseldorferinnen gehen mit ihren Eltern zum Konzert: "Wir sind mit der Musik aufgewachsen und finden die klasse. In unserer Generation ist das eigentlich nichts Besonderes – das hören viele", erzählt Sabrina.

"Ich freue mich immer, wenn ich Alan Parsons bei WDR 4 höre", erzählt Uwe aus Mettmann, der mit seiner Frau Barbara angereist ist. "Bei Kartenverlosungen hatte ich bisher noch nie Glück – dafür habe ich Glück in der Liebe", sagt er und Barbara lacht. Die beiden gehen gerne gemeinsam auf Konzerte.

Jan aus Odenthal bei Bergisch Gladbach – selber begeisterter Musiker – ist auf Alan Parsons aufmerksam geworden durch dessen Mitarbeit am legendären Album von Pink Floyd. "Er hat für diesen besonderen Sound bei 'Dark Side of the Moon' gesorgt", erzählt Jan.

Dass Parsons bei seinem Konzert auch das komplette "I Robot"-Album aufführt, findet Jan eine gute Idee. Gerade "I Robot" bietet eine wilde Mischung aus Orchester, Chor, Rock, Science Fiction, Disco und schrägen Klangcollagen, die an Pink Floyd erinnern.

Als "Eye In The Sky" erklingt, wird Parsons begleitet von einem 5.000-köpfigen Chor. Zwei Zugaben erklatscht sich das Düsseldorfer Publikum: "Dr. Tarr And Professor Fether", "Games People Play" und zum Abschied "Old And Wise".

"Old and Wise" – alt und weise? Der Abschiedssong passt. Immerhin ist Alan Parsons mittlerweile 68 Jahre alt und dass er ein schlauer Kerl ist, mag keiner bestreiten. Die Besucher dieses Konzertes werden noch lange an diesen gelungenen Abend denken.

Stand: 27.05.2017, 09:10 Uhr