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Horst Senker

Horst Senker

Horst Senker

Wenn ich nach Ursprüngen für meine Musikbegeisterung suche, fällt mir ein Tag im März 1970 ein. Ich hörte im Radio zum ersten Mal den deutschen Beitrag zum Grand Prix d' Eurovision.

Katja Ebstein sang "Wunder gibt es immer wieder". Von der Künstlerin war ich ebenso begeistert wie von ihrem Beitrag. Sänger und ihre Lieder begannen mich zu interessieren, ich sammelte die Ergebnisse von Hitparaden, Preisverleihungen und Songfestivals.

Geboren bin ich im rheinischen Jülich, habe dort die Schule besucht und später in Flensburg, Kiel und Bonn Medienpädagogik studiert. Erste Kontakte zum Rundfunk ergaben sich. Sie hatten nicht nur mit Musik zu tun: Recherche für das WDR-Familienprogramm im Fernsehen, die Präsentation der "Hobbythek" mit Jean Pütz, Medienforschung beim ZDF und Buchrezensionen beim Hessischen Rundfunk wechselten sich ab.

Den Grand Prix Eurovision hatte ich Jahr für Jahr verfolgt, nicht ahnend, dass dieses Festival mich in Zukunft sehr umfangreich begleiten würde. Die Sache wurde "ernst", als ich 1983 zum Redaktionsteam beim Bayerischen Rundfunk gehörte, das den Eurovisionswettbewerb nach Nicoles Sieg 1982 mit "Ein bisschen Frieden" in München ausrichtete. Dabei begegnete ich dem WDR-Musikredakteur Günter Krenz und durch den Kontakt zu ihm war ich im Januar 1984 bei der Geburtsstunde von WDR 4 dabei!

Seit damals stelle ich für WDR 4 neue Alben vor, interviewe Künstler im In- und Ausland und blicke immer wieder gerne hinter die Kulissen der Musikindustrie, sei es bei der Musikmesse MIDEM, beim Gema-Musikautorenpreis oder bei der Echo-Verleihung. Zwischen den aktuellen Hits und den großen deutsch gesungenen Erfolgen früherer Jahrzehnte moderierte ich schon den "Startreff" und den "Pop-Report".

Seit 2012 habe ich die wunderbare Gelegenheit, als Moderator der "Schallplattenbar" Hörerwünsche zu erfüllen und zu den Wunschliedern Anekdoten und Geschichten über Künstler zu erzählen oder die Künstler selber zu Wort kommen zu lassen. Wenn ich an Ereignisse oder Begegnungen mit den vielen Stars und Sternchen in meiner bisherigen Radiolaufbahn denke, fällt mir oft das Motto ein, das meine Begeisterung damals ausgelöst hat: "Wunder gibt es immer wieder". Und wie schön, dass es Radio gibt.