Aaron Knappstein (r), Präsident des jüdischen Karneval Vereins Kölsche Kippa Köpp e.V., steht vor dem Besuch einer Sitzung mit Mitgliedern im Foyer in einer Halle.

Die "Kölschen Kippa Köpp" werden mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet

Stand: 21.01.2022, 14:59 Uhr

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnet in diesem Jahr den Kölner Karnevalsverein "Kölsche Kippa Köpp" mit dem "Rheinlandtaler" aus.

Von Monika Salchert

Die Kippa Köpp wurden 2017 von Karnevalisten jüdischen Glaubens gegründet. Es ist ein junger Verein mit historischen Wurzeln. Die Aktiven sehen sich in der Tradition des "Kleinen Kölner Klubs", der 1922 ins Leben gerufen wurde. Zunächst war es ein Kegel-, später ein Karnevalsverein, der eine aktive Rolle im Karneval mit Kostümfesten, Prunksitzungen und Maskenbällen spielte. Bis etwa 1930 existierte der von jüdischen Jecken geführte Verein. Mit Beginn der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten in Deutschland fanden die Aktivitäten des "Kleinen Kölner Klubs" ein jähes Ende. Einigen Mitgliedern gelang die Flucht ins Ausland, andere kamen in Ghettos oder Konzentrationslagern um.

Der LVR ehrt mit dem "Rheinlandtaler" Einzelpersonen, Organisationen oder Unternehmen, die sich in besonderer Weise im Rheinland engagieren. Die offizielle Preisverleihung soll im Frühjahr stattfinden.