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Zeitumstellung – WDR 4 Lieblingshits in Coverversionen

Zeitumstellung – WDR 4 Lieblingshits in Coverversionen

Es beginnt die Sommerzeit und wir müssen die Uhren umstellen. Auch WDR 4 stellt die Zeit vor und präsentiert zu diesem Anlass nur Coverversionen.

Cover UB40: Red Red Wine

Seit den 80ern tummelte sich UB40 in den britischen Hitlisten. In der Bundesrepublik nahm man die Band erst wahr, als sie 1983 ein Album nur mit Coverversionen veröffentlichte.

Seit den 80ern tummelte sich UB40 in den britischen Hitlisten. In der Bundesrepublik nahm man die Band erst wahr, als sie 1983 ein Album nur mit Coverversionen veröffentlichte.

Auch Joe Cocker coverte sich durch seine Karriere. Seinen Durchbruch gelang ihm mit "With a little help from my frieds" von den Beatles. In den 80ern drückte er einem Ray Charles-Klassiker seinen Stempel auf.

Das Schöne an Coverversionen ist: Man kennt die Melodie und den Text schon. Aber jetzt eben im zeitgemäßen Arrangement – und damit: modern! Bananarama nahmen sich einen Klassiker von Shocking Blue vor.

Der Erfinder des Jazzschlagers holte in den 80ern ganz weit aus und griff sich eine Synthiepop-Nummer von Depeche Mode. Aus Elektronikpop wird Unterhaltungsmusik der 60er!

Wenn man’s nicht besser wüsste, könnte man denken "It’s a heartache" sei von Rod Stewart gesungen. Ein Glück, dass Stewart Anfang der 2000er Jahre uns hat hören lassen, wie der Hit von Bonnie Tyler aus seiner Röhre klingt.

Yee-haw! Bosshoss gelang der Durchbruch, indem sie international Hits als Countrysongs darboten. Das hörte sich nicht nur neu und erfrischend an. Der Spaß dabei: Man kannte die Originale, wie zum Beispiel "I say a little prayer" von Dionne Warwick.

Angels! Da liegen sich fremde Menschen trunken zur Ballade von Robbie Williams in den Armen und singen lauthals mit. Aber das muss nicht sein! In der Rock’n’Roll-Version der Baseballs klingt der Song eher nach Pettycoat. Das Debut-Album von 2009 wird für die Berliner Kapelle zum Durchbruch.

Für einen Hit braucht es manchmal einfach eine großartige Sängerin. Der George Benson-Titel "Greatest love of all" wurde mit Whitney Houston zum Hit. Anfang der 90er griff sie sich "I’m every woman" von Chaka Khan und machte es bei uns zum Hit.

Guildo Horn ist der Meister des guten Geschmacks, wenn es um Neuinterpretationen deutscher Schlager geht. Da wird "Aber bitte mit Sahne" mit "Rocking all over the world" gekreuzt oder "Flugzeuge im Bauch" von Herbert Grönemeyer wird zum Schunkelwalzer.

Bob Dylan schrieb den Song, nahm ihn 1967 auf, aber veröffentlichte ihn (erstmal) nicht. Für Manfred Mann wurde das Lied im Jahr darauf ein Riesenhit. Mitte der 70er gab es dann von Manfred Mann’s Earth Band eine neue, erfolgreiche Live-Version.

Anfang der 70er versprach der Familienname Cassidy Erfolg. Nachdem David Cassidy durch die Partridge Familie bekannt und beliebt wurde, zog Halbbruder Shaun nach und wurde ebenfalls Sänger und Teeny-Idol, mit Hilfe einer Coverversion der Crystals.

Kreischende Mädchen und Frauen im Publikum: Das erlebte Robbie Williams in seiner Zeit bei Take That, und auch danach. Anfang der 2000er Jahre wagte er es, ein Swing-Album aufzunehmen. Mit dabei "Somethin‘ stupid" von Nancy & Frank Sinatra.

Mr. Swing aus Germany! Viel zu früh ist er von uns gegangen! Auf seinem ersten deutschsprachigen Album sind nicht nur Texte mit Augenzwinkern, sondern auch seine deutsche Fassung von  "Fly me to the moon", das vielen von uns gesungen von Frank Sinatra bekannt ist (dabei heißt es im Original "In other words" ;-).

Ja, so böse musste man zu "No-future"-Zeiten dreinblicken, auch wenn man einen flotten Discofox auf den Markt brachte. Kim Wilde bediente sich hier einer alten Nummer der Supremes aus den 60ern.

Jimmy Somerville, zunächst bei Bronski Beat, startete Mitte der 80er bei den Communards durch. Besonders erfolgreich war das Duo –richtig! – mit Coverversionen. Den Grundstein legten sie mit "Don’t leave me this way”. Eine alte Nummer, die Thelma Houston mit ihrer Version in die Hitlisten brachte.

Auch die Carpenters nahmen sich gerne vergangener Hits an, und interpretierten sie in ihrer Art neu. Feinste Gesangsharmonien und unaufgeregte Arrangements. 1974 sollte es "Please Mr. Postman" von den Beatles sein. Folge: die Carpenters waren bei uns erfolgreicher als die Pilzköpfe knapp 10 Jahre zuvor.

Seit 2012 schippern die Nordlichter durch die Hitlisten und großen hallen der Republik. Ihre Mischung: Shanty-Rock mit Volks- und Seemannsliedern. Da darf der irische Klassiker "Whiskey in the jar" nicht fehlen. Thin Lizzy war 1972 bereits damit erfolgreich.

Im Sound der alten Zeit! Das Palast Orchester mit seinem Sänger Max Raabe spielt die Klassiker der 20er und 30er Jahre täuschend echt nach. Allein wegen der damaligen Text-Kultur ein großer Spaß! Noch spaßiger: 80er-Jahre-Hits im 20er-Jahre Stil, wie z. B. "Männer" von Herbert Grönemeyer.

Stand: 29.03.2019, 13:52 Uhr