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Ihr schönstes Camping-Erlebnis!

Mensch mit Kamera steht an einem See, Ufer bewaldet und macht ein Foto, hinter ihm ein Wohnmobil, Bild aus den 70ern

WDR 4 – wohn mobil!

Ihr schönstes Camping-Erlebnis!

Egal, ob an der See, in den Bergen oder beim Städtetrip: Ein Urlaub mit dem Wohnmobil oder auf dem Camping-Platz steckt voller Überraschungen, interessanter Begegnungen und schöner Momente. Woran erinnern Sie sich am liebsten? Schreiben Sie uns!

*Pflichtfelder

Klaus Linnenbürger aus Oerlinghausen

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und ich möchte euch heute von meiner 1. Reise mit dem Wohnmobil berichten. Das liegt zwar schon viele Jahre zurück, ist aber immer noch in guter Erinnerung. Burkhard, ein guter Freund und ehemaliger Arbeitskollege, und ich haben uns 1998 ein Wohnmobil ausgeliehen und wollten damit für ein verlängertes Wochenende zum Oktoberfest nach München. Schon zwei Tage vor der Eröffnungsfeier des Oktoberfestes haben unsere Ehefrauen unseren Kurzurlaub genehmigt. Spätnachmittags haben wir das WM übernommen und die wichtigsten Sachen eingeräumt. Das war für uns zwei Männer ja nicht viel. Eigentlich nur das Bettzeug für jeden. Burkhard hat sein Bett vorne im Alkoven gerichtet und ich hab es mir im hinteren Teil gemütlich gemacht. Das Nötigste für den kleinen Hunger unterwegs und das eine oder andere Kaltgetränk wurden im Kühlschrank verstaut. Etwas Frischwasser für die morgendliche Körperpflege wurde auch eingelassen. Und dann ging es auch schon los. Von Bielefeld aus erst einmal Richtung  Kassel. Aber so weit, wie wir geplant hatten, kamen wir am 1. Tag gar nicht.  Das merkten wir, als in den Kasseler Bergen die LKW s an uns vorbei zogen. Wir hatten eine richtig lahme Ente als WM erwischt. Bis Geiselwind haben wir es aber doch noch geschafft. Der Rasthof dort ist weithin bekannt für gutes und reichhaltiges Essen. Im Sommer sind dort sogar öfters Country-Abende mit bekannten Gruppen.  Also wurde dort das WM geparkt. Nach einem leckeren Fernfahrerschnitzel und einem frisch gezapften Bier hatten wir auch die nötige Bettschwere erreicht und legten uns schlafen. Am nächsten Morgen nach einem kräftigen Frühstück in einem Gasthof mit Metzgerei dabei, im Ort Geiselwind , ging es dann weiter in Richtung München. Geplant war für diesen Tag ein Besuch im Deutschen Museum auf der Museumsinsel an der Isar. Dafür war fast der ganze Tag vorgesehen. Wir kamen auch tatsächlich dort an. Und das ganze ohne Navi, nur nach Karte und Straßenbeschilderung. Noch heute, wenn wir davon erzählen, klopfen wir uns gegenseitig auf die Schulter, dass wir das alles so gefunden haben. Wir kamen dann auch ohne große Umwege auf der Museumsinsel an und suchten einen passenden Parkplatz. Das war jedoch gar nicht so einfach. So ein WM hat doch etwas andere Maße als ein PKW. Jedoch ganz in der Nähe vom Deutschen Museum war ein großer freier Platz, der mit vielen Wohnmobilen und Wohnanhängern im Halbkreis belegt war. Wir fanden auch tatsächlich eine Lücke in der wir mit unseren WM passten. Wir wunderten uns nur, dass überhaupt keine Menschen bei den WM zu sehen waren. Wir wunderten uns zwar darüber, machten uns aber keine weiteren Gedanken darüber. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, verschlossen wir das WM und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Deutschen Museum. Dort blieben wir mehrere Stunden, bis uns die Füsse weh taten. Als wir dann am frühen Abend, es dämmerte schon ein wenig, zum Parkplatz schlenderten, erkannten wir diesen erst gar nicht wieder. Nun war hier doch im Vergleich zum Vormittag ein reger Betrieb. Schummriges Licht fiel zum Teil aus den geöffneten  Wohnmobiltüren. Die meisten Fenster waren mit beleuchteten roten Herzen versehen. Davor saßen oder stolzierten junge hübsche, nur für die Jahreszeit leicht bekleidete Mädel. Nur unser WM stand im Dunkeln. Wir kamen unbeschadet über den Platz zu unserem WM.  Dort angekommen, wurden wir gleich von unseren Platznachbarinnen angesprochen. Die brauchten uns gar nicht erst aufzuklären, wir wussten auch so, wo wir geparkt hatten. Die netten Mädels hatten sich natürlich sehr darüber gefreut, dass wir nun weiter wollten und nicht als Konkurenz zu sehen waren. Wir haben dann noch herzlich über diese Angelegenheit gelacht und uns auf den Weg gemacht. Unser nächstes Ziel für diesen Tag, ein Tag vor der offiziellen Eröffnung des Oktoberfestes, war das Kloster Andechs am Ammersee.  Hier und auch am folgenden Tag auf dem Oktoberfest in München hatten wir noch sehr viel Spaß . Noch heute, nach über 20 Jahren, erzählen wir gern davon."

Heide Haake aus Herne

"Mein schönstes Erlebnis fand genau am anderen Ende der Welt in Neuseeland 2008 in der Curio Bay/Süden der Südinsel statt. Dort liegt ein naturbelassener Campground, der hinter sich versteinerte Bäume hat, auf denen die yellow-eyed penguins im Frühabend zu ihren Jungen zurückkehren, aber erstmal sich ausruhen, um dann zu dem schon aufgeregt piepsenden, auf Nahrung wartenden Nachwuchs zu watscheln. Vor einem liegt eine Bucht, in der Hector Dolphins herumspringen. Direkt neben unserem Womo lag für 14 h ein Seelöwe (!) , der die ganze Zeit gepennt hat & sich nur mal unartikuliert gewälzt hat. Als ich mich dann langsam  in das eiskalte Wasser (ca 10°), 100 m entfernt von den Surfern in schwarzen Neoprenanzügen, in meinem hellblauen Badeanzug bibbernd gleiten ließ, stürzte sich eine school of dolphins über, neben, überall über mich, was mir dann doch einen Schrecken einjagte und ich mich schnell zum beach zurückbegab, wo mich die Leute umarmten & sagten, dass sie sowas noch nicht gesehen hätten. Der Ranger erklärte mir, dass diese dolphins sich sehr um Schwangere kümmerten.------Tja, da ist wohl meine Leibesfülle missverstanden worden."

Ursula Schmidt aus Herten

"Hochzeitsreise nach Spanien, Tarragona1961, im VW Käfer. 2 Zeltausrüstungen, 2 frische Ehepaare. Geschlafen haben wir unterwegs im Auto auf dem Gepäck. Es war ein Abenteuer, aber schön!"

Ute Schenk aus Arnsberg

"Wir haben 1981 in Österreich gezeltet und sind an einem sonnigen Tag in die Berge zum Wandern gefahren. Nach einer langen Wanderung sind wir auf dem Berggipfel angekommen und haben die schöne Aussicht bewundert. In der Ferne sahen wir eine dunkle Gewitterwolke, lachten über die armen Menschen, die jetzt nass wurden. Abends, als wir wieder zum Zeltplatz zurückgekommen sind, konnten wir unser Zelt nicht mehr finden! Der Gewitterschauer hatte unseren Zeltplatz getroffen. Unsere Zeltstangen waren verbogen, das Zelt war zusammengebrochen und drohte wegzufliegen. Hilfreiche Nachbarn hatten ihr Auto dann auf die Ecken des Zeltes gestellt. Resultat: Alles war nass, wir mussten in einem geliehenen Kinderzeit die Nacht verbringen und am nächsten Morgen in Innsbruck neue Zeltstangen besorgen. Diese Nacht hat sich nachhaltig in meinem Gedächtnis festgesetzt und ich lache nicht mehr über Gewitterwolken in der Ferne."

Eveline Heidemann aus Wesel

"Durch einen Gewinn konnten wir 2016 eine vierwöchige Wohnmobiltour durch die USA machen. Ein nettes Erlebnis hatten wir, als wir den Highway No. 1 befuhren in Santa Cruz. Ein älterer Herr, der neben unserem Wohnmobil parkte, bezahlte für uns die Parkgebühr für den ganzen Tag dort und sagte: Enjoy the day in Santa Cruz. Das war nur eine von vielen netten Begegnungen."

Christiane Weber aus Dortmund

"Sommer 1977. Der erste Urlaub mit Freundinnen in Körbecke/Möhnesee. Wir waren sechzehn Jahre jung... und konnten erstmals ohne die Eltern Urlaub machen. Das Aufbauen des Zeltes wurde zuvor im heimischen Garten ausprobiert und... dann konnte es losgehen. Kartenspiel und "Hanni und Nanni" lagen im Gepäck. Die Luftmatratzen wurden aufgepumpt und der Bunsenbrenner ausgepackt. Wir rührten Ravioli in einem verbeulten Kochtopf... und aßen diese mit Heißhunger. Abends spielten wir bei dem Schein der Taschenlampen im Zelt Rommee und genossen die Regentropfen, die an unserem Zelt herunterrannen. Wir erzählten aufgeregt Gruselgeschichten und hörten dem Zirpen der Grillen nachts zu. Die nächsten Tage verbrachten wir am See, spielten Minigolf und wollten nicht mehr nach Hause zurück. Es war ein unvergesslicher langer Moment in unserem Leben."

Heinz-Josef Profitlich aus Rheinbreitbach

"In unserem Kanadaurlaub wollten wir unbedingt noch einmal den Spiraltunnel sehen und dabei einen Zug im Tunnel fotografieren. Dazu hatten wir uns auf dem Kicking Horse Campground einen Platz ergattert und kamen dort mit unseren Nachbarn (beides Studenten, die lange für diesen Urlaub gespart hatten) ins Gespräch, die nur wenige Kilometer von unserem Haus in Deutschland leben. Die Partnerin des jungen Mannes gesellte sich zu uns, nachdem sie die zum Grillen vorbereiteten Steaks auf dem Tisch vor ihrem Wohnmobil abgelegt hatte. In dem angeregten Gespräch ging das laute und wütende Gezänk einiger Raben unter bzw. wurde von uns zunächst nicht beachtet. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als unser Nachbar feststellte, was der Grund für diesen Zank war: ihre Steaks. Als er noch retten wollte, was zu retten gewesen wäre, schnappten sich die Vögel die noch vorhandenen Übereste und flogen auf und davon. "Das war unser Abendessen" schrie der aufgebrachte und maßlos entäuschte junge Mann und hatte fast Tränen in den Augen. Zum Glück hatten wir noch Steaks im Kühlschrank, mit denen wir aushelfen konnten und ihnen somit den Abend retteten.
Übrigens: Den Zug haben wir am anderen Tag zwar gehört, aber der Nebel war so dicht, dass die Sichtweite keine 50 m betrug. Und da wir an diesem Tag unser Auto wieder abgeben mussten, konnten wir auch nicht länger bleiben. Dies allerdings ein Grund, noch einmal dieses wunderschöne Land zu besuchen."

Beate Steffens aus Duisburg

"Von vielen schönen Erlebnissen ist mir die Nacht in der Nähe von London am besten in Erinnerung. Ich suchte spätnachmittags einen Stellplatz für die Nacht. Der avisierte Campingplatz war nicht öffentlich. So fragte ich in einem winzigen Dorf. Sogleich wurde mir das Tor zum Privatgelände geöffnet und ich herzlich eingeladen, die Nacht dort zu verbringen. Mit eigener Gartentoilette und Tee und - welch eine Überraschung! -Sandwich zum Frühstück ans Auto serviert. Am Abend bei einem Tee erzählte mir die Hausherrin, ähnlich wie ich, in ihrer Jugend eine Tour mit ihren Eltern durch Frankreich gemacht zu haben. Und dort ebenso gestrandet zu sein. Sie warte schon lange darauf, diese Gastfreundschaft weiter geben zu können."

Iris Lölsberg

"Wir fahren seit Ende der 80er Jahre mit dem Wohnmobil in Urlaub. Pfingsten haben wir uns viele Jahre mit unseren Verwandten auf einem Campingplatz in Bouillon/Ardennen getroffen. Dort kamen mehrere Generationen zusammen und an einem der Tage hat Onkel Maurice dann immer Paella für mehr als 20 Personen gekocht. In Schottland haben wir einmal von Rauchern auf dem Campingplatz eines Bauernhofes frische Jacobsmuscheln geschenkt bekommen und uns bei Ihnen mit einer Flasche Wein von der Mosel bedankt. Im Laufe unseres Camperdaseins hatten wir schon viele nette Begegnungen. Wir hoffen, dass wir noch lange gesund bleiben, um weiterhin mit dem Wohnmobil unterwegs sein zu können. "

Eleonore Franke

Unser erster Urlaub mit dem Wohnmobil in Australien 1996. Von Darwin nach Sydney. Damals war es noch sehr einsam auf dieser Strecke. Von einem Roadhouse zum nächsten, wo auch die Campingplätze waren, war nichts!!! Nur Natur morgens, wenn wir losfuhren, lagen an der Seite tote Kängurus, die nachts von den LKW erwischt wurden. Wir kamen an ein Roadhouse und wollten einen Platz für eine Nacht. Der Vermieter war fast zwei Meter groß .. feuerroter, langer Bart. Er sagte uns, der Platz ist frei und ein Drink. Wir waren die einzigen Gäste auf dem Platz. Mein Mann meinte: Wenn das Essen jetzt auch noch frei ist, hauen wir wieder ab. Sonst liegen wir morgen bei den Kängurus am Straßenrand."

Werner Hellmann aus Dinslaken

"Es war das Jahr 1986. Mein Vater hatte in LaManga (Spanien) einen eigenen Platz mit 150 qm gekauft. Wir wollten ein Jahr später dorthin mit dem Flugzeug über Alicante fliegen. Doch viel zu früh ist dann mein Vater 1987 mit nur 54 Jahren verstorben. Wir wussten nur aus Briefen, Karten und Anrufen von ihm, wo das war und wie es sich dort anfühlt. Was war zu tun? Meine Familie bestand aus vier Personen, davon zwei Jungen im Alter von 13 und 11 Jahren. Ein Nachbar bot mir seinen VW-Joker an. Ich nahm das Angebot an. Als Dank nahm ich seinen Sohn mit, der mit meinem jüngsten Sohn in die gleiche Klasse ging. Ich hatte keine Ahnung, was mir so alles auf der Fahrt begegnen sollte. Aus der heutigen Sicht war es einfach nur schön. Auch der Rest der Familien erinnert sich noch gerne an diese Fahrt mit dem geliehenen Wohnmobil.
Es ging so gegen 20.00 Uhr los. Nach der Planung wollten wir über Mühlhausen, durch Frankreich, weiter durch Spanien bis zum Ziel fahren. Es stellte sich raus, dass es ca. 2.300 km waren. Jetzt muss man sagen, dass dieser Fahrzeug-Typ nicht der schnellste und schon gar nicht der stärkste Wagen war. Wir waren 3 1/2 Tage unterwegs. Es war ja alles neu, aber sehr spannend. Meine Frau fiel als Pilot aus. Also musste ich die Strecke allein meistern. Natürlich mit vielen Pausen und begrenzten Sprachkenntnissen. Doch alle Pausen waren Spitze. Wenn wir Schlaf brauchten, schliefen mein Ältester und ich draußen auf der Luftmatratze. Meine Frau und der zweite Sohn im Wohnmobil. Das Frühstück bzw. das Essen ist uns noch ganz besonders in Erinnerung. Da wir nur eine begrenzte Erfahrung hatten, waren wir häufiger auf Hilfe angewiesen. Die wurde uns von vielen Nationalitäten, die wir fragten, freundlich gewährt. Es zeigte sich bei uns inzwischen eine richtige Begeisterung, neue Aufgaben zu lösen. Wir lernten nur freundliche Menschen kennen. In La Manga selbst begrüßte uns eine Menschengruppe aus dem Freundeskreis meines Vaters. Alle liebten das Leben im Wohnmobil. Diese Menschen entwickeln ein eigenes Wohlfühlen in der Natur. Noch einige Jahre danach wurde diese Strecke mit gemieteten Wohnmobilen gefahren. Die ganze Familie denkt noch sehr gerne daran zurück. Vor 3 Jahren war die ganze Großfamilie mit dem Flieger dort. Wir fuhren mit dem Mietwagen alle Stationen ab. Selbst die Kleinsten (Enkelkinder) waren davon angetan. Es war einfach nur Spitze. Wäre ich 10 Jahre jünger, würde ich mich für diese Freizeitgestaltung entscheiden."

Heidi Haupt aus Krefeld-Uerdingen

"Auch mein Mann und ich haben Camping noch mit Zelt und Spaten von der Pike auf gelernt. Egal, ob einen Graben um das Zelt zu schlagen, Mückenplage oder 10 Tage Dauerregen am Comer See in Italien. Auch 2008 mit Wohnwagen auf Fehmarn mit Kindern an den Vorzeltstangen zu hängen, bei Orkanböen um 120 km/h... auch das ist Camping!! Aber für uns ist es die Erholung, Abenteuerlust und Freiheit, wir möchten keinen anderen Urlaub verbringen."

Stand: 16.03.2021, 10:15