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The Sweet

The Sweet live in Aktion

WDR 4 präsentiert am 18.05.2019 in Werl

The Sweet

Als der Glamrock erfunden wurde, waren sie ganz vorne dabei: The Sweet. "Ballroom Blitz", "Blockbuster" oder "Fox On The Run" – die Liste der Hits, die The Sweet im Laufe ihrer Karriere geschrieben haben, ist lang.

Über 55 Millionen verkaufte Platten und diverse Nummer-Eins-Platzierungen in den Charts sprechen eine deutliche Sprache. Doch es ist nicht nur die reine Musik, auch das Drumherum macht The Sweet zu etwas ganz Besonderem. Mit extravaganten Kostümen und einer energiegeladenen Bühnenshow gehörten sie zu den Gründervätern des Glamrock Anfang der 70er Jahre.

Die Besetzung hat sich im Laufe der Jahre zwar ein paar Mal geändert, aber die Spielfreude und der Elan sind gleich geblieben. Auch 50 Jahre nach der Bandgründung zeigt das Quartett, dass es immer noch weiß, wie man ein Publikum begeistert.

The Sweet: Glamrock in Werl

Von Markus Rinke

Das Konzert von The Sweet in Werl am Samstag (18.05.2019) war ausverkauft. Die Band mit Andy Scott versetzt die Fans in die 70er Jahre und hat Überraschungen auf Lager.

The Sweet in Werl

"Still Got The Rock" heißt die aktuelle Tour der Glamrock-Band The Sweet. So ist auch auch das Konzert: eine Zeitreise in die 70er Jahre. 55 Millionen verkaufte Alben und zwischen 1971 und 1975 acht Nummer-eins-Hits. Die Bilanz der britischen Gruppe ist beeindruckend.

"Still Got The Rock" heißt die aktuelle Tour der Glamrock-Band The Sweet. So ist auch auch das Konzert: eine Zeitreise in die 70er Jahre. 55 Millionen verkaufte Alben und zwischen 1971 und 1975 acht Nummer-eins-Hits. Die Bilanz der britischen Gruppe ist beeindruckend.

Ob "Co-Co", "Teenage Rampage" oder "Fox On The Run". Die Band spielt alle großen Hits. Die Fans in der ausverkauften Stadthalle sind begeistert und singen alle alten Songs mit.

Anne und Thomas kommen aus Werl und für sie war es ein Trip in die Vergangenheit: "Das sind alte Erinnerungen. Mich gab es schon, als sie angefangen haben vor 51 Jahren, Co-Co und diese Sachen habe ich noch als Single von damals." "Meine erste Single war WigWamBam", ergänzt Anne. Sie fand die Songs etwas anders als früher, ist aber trotzdem begeistert.

Eher ungewöhnlich für die Band ist die Akustik-Gitarre. Aber die Gruppe spielt gleich fünf Lieder in einem Akustik-Set. "Lady Starlight" ist einer der Titel, der länger nicht mehr gespielt wurde und die Band hat sich entschlossen, ihn in dieser Version zu präsentieren.

Geändert hat sich auch die Mode: spitze Stiefeletten statt Plateausohlen.

Andy Scott scherzt, The Sweet gäbe es seit über 50 Jahren und er sei schon häufig in Deutschland gewesen, aber noch nicht einmal in Werl. Vielleicht komme er wieder, denn: "Es ist das Publikum wie ihr, was uns am Leben hält."

Allerdings wird Bassist und Sänger Peter Lincoln, der seit 2006 dabei ist, die Band im Sommer verlassen.

Aber The Sweet wird es weiter geben, verkündet Andy Scott. Tony O'Hara ist seit 2011 in der Band.

Und natürlich gehört Schlagzeuger Bruce Bisland dazu, der auch schon mehr als 25 Jahre bei der Band ist.

Nele, Ina, Kevin und Jörg (von rechts nach links) sind aus Warstein. Für Ina war das Konzert soger besser als erwartet, weil sie überrascht war, wie sehr die alten Männer rocken und Jörg ergänzt: „Das war der Hammer, so wie ich es mir damals vorgestellt habe, auch wenn es nicht mehr die originale Besetzung war." Die jungen Leute sind vor allem durch ihre Eltern zu der Musik gekommen, nur Nele hat die Band für sich auf Youtube entdeckt.

Die größten Erfolge waren in den 70er Jahren. Auf der Tour spielen die Musiker auch zwei jüngere Stücke aus dem Jahr 2015. Es sind "Defender" und "Still Got The Rock".

Gut eineinhalb Stunden spielen The Sweet in der Stadthalle Werl. Und auch für Stephanie und Reinhard aus Salzkotten war es ein gelungener Abend: "Es war super, es hat riesig Spaß gemacht, die alten Lieder wieder zu hören, wir haben richtig Freude gehabt."

Wer jetzt Lust auf The Sweet bekommen hat, der kann die Band am 19. Juli 2019 in Bielefeld sehen. The Sweet spielen dann beim WDR 4 Sommer Open Air im Ravensberger Park. Der Eintritt ist frei.

Karten wurden bei WDR 4 verlost. Die Gewinner wurden benachrichtigt:

M. Christ aus Köln
B. Diermann aus Menden
F. Jansen aus Rees
B. Kalinowski aus Hamm
S. Lange aus Nettetal
V. Potz aus Hamm
R. Schröer aus Herdecke
J, Stemmer aus Wuppertal
C. Wester aus Overath

The Sweet – Die erfolgreichste 70er-Glam-Rock-Band

Von Sabine Kortland

Unterschiede zwischen The Sweet früher und heute? Bis auf Gitarrist Andy Scott ist die Besetzung eine andere und die Outfits haben sich geändert. Musikalisch liegt der Schwerpunkt heute mehr auf "Rock" als auf "Glam". Die Power der Band lassen die "Sweets" allerdings noch immer das Publikum spüren.

The Sweet

The Sweet gründete sich 1968 und startete ab Mitte der 70er Jahre voll durch. Weltbekannt wurde die Band mit Titeln wie "The Ballroom Blitz" oder auch "Teenage Rampage". Sie platzierten sich jeweils monatelang in den Charts ganz weit oben.

The Sweet gründete sich 1968 und startete ab Mitte der 70er Jahre voll durch. Weltbekannt wurde die Band mit Titeln wie "The Ballroom Blitz" oder auch "Teenage Rampage". Sie platzierten sich jeweils monatelang in den Charts ganz weit oben.

Die Originalbesetzung nach der Umbenennung von The Sweetshop in The Sweet bestand aus dem Gitarristen Brian Connolly (bis 1979), dem Gitarristen Andy Scott, dem Bassisten Steve Priest und dem Schlagzeuger Mick Tucker. Zunächst zeigte die Kleidung der jungen Band bei Auftritten noch "hippieske" Züge.

Im Laufe der Zeit wurden die Outfits enger und glamouröser. The Sweet legten hier und da auch mal ein wenig Schminke auf: Das geschminkte Auge ist eine Hommage an Stanley Kubricks Film "Clockwork Orange".

Nach und nach verließen die Gründungsmitglieder die Band – bis auf Andy Scott an der Gitarre – und The Sweet formatierte sich mit den Musikern Peter Lincoln als Bassist und Sänger (seit 2006), Bruce Bisland (seit 1991) am Schlagzeug und Tony O'Hora am Keyboard und der Gitarre neu. Mit Erfolg.

Erkennbar an seinen blonden Haaren: Andy Scott ist derjenige, der die Band und die Songs am intensivsten verkörpert. Von Beginn an dabei, spielt er mit seinen drei "neuen" Musikerkollegen gemeinsam die Evergreens von damals.

Ein geborener Schlagzeuger ist Bruce Bisland: Er spielte bereits im Alter von sechs Jahren. Inspiriert von seinem Vater, einem Jazz-Musiker, hatte er seinen ersten Gig mit acht. Zunächst spielte er in Heavy Metal-Bands und kam dann Anfang der 90er zu The Sweet als festes Bandmitglied dazu.

Tony O'Hora, der zunächst als Sänger und Bassist bei The Sweet mitwirkte und jetzt als Keyboarder, Gitarrist und Sänger dabei ist, wurde hauptsächlich durch sein Leben in der Nähe von Detroit, Michigan geprägt – der Stadt in den USA, die als Mekka für Musiker gilt.

Als sogenannte "lebende Juke-Box" wird Peter Lincoln bezeichnet. Sein beeindruckender musikalischer Lebenslauf: Er ist als Sänger, Songwriter und Gitarrist seit mindestens 20 Jahren mit namhaften Künstlern, wie Sir Cliff Richard, Tina Turner, Shakin Stevens oder Danni Minogue unterwegs.

Peter Lincoln tourt heutzutage als Sänger nicht nur mit The Sweet durch die Lande, sondern steht auch im Trio Frontm3n gemeinsam mit Mike Wilson von 10cc und Peter Howarth von The Hollies auf der Bühne, wie bei dem von WDR 4 präsentierten Frontm3an-Konzert "An Exclusive Acoustic Night" in Bonn im November 2017.

Ein Musikerlebnis und eine Reise in die 70er zugleich war das WDR 4 Radiokonzert mit The Sweet im März 2018 im Kleinen Sendesaal des WDR Funkhauses in Köln.

Stand: 24.04.2019, 14:55

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