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80 Stunden "Ab in die 80er"

Ab in die 80er!

80 Stunden "Ab in die 80er"

Am Wochenende vom 26. bis 29. Oktober setzte WDR 4 die Reihe seiner erfolgreichen Themenwochenenden fort. Diesmal hieß es wieder "Ab in die 80er". 80 Stunden lang gab's nur Musik aus den 80er Jahren.

Ein Wochenende im Zeichen der 80er

Formel Eins

Peter Illmann damals als Formel Eins-Moderator

Im Programm setzte sich WDR 4 musikalisch und inhaltlich mit allen Facetten des Jahrzehnts auseinander. Die Dekade der schrägen Frisuren, schrillen Klamotten und besten Hits wurde ein ganzes Wochenende lang in den Mittelpunkt gestellt. Prominente Studiogäste an diesem Wochenende waren unter anderem TV-Moderatorin Barbara Eligmann, die WDR-Legenden Roger Handt und Buddha Krämer oder die Schauspielerin Johanna Gastdorf. Moderator und Musikexperte Peter Illmann, bekannt aus der 80er-Kultsendung "Formel Eins", präsentierte die Hitparade der 80 erfolgreichsten Hits aus dem Jahrzehnt.

Keine 80er ohne Neue Deutsche Welle

Ganz besondere Highlights waren auch die Nächte, in denen WDR 4 komplett durchsendete. Eine Nacht wurde dabei der Neuen Deutschen Welle gewidmet, einem der wichtigsten Musikphänomene des Jahrzehnts. NDW-Star Markus saß als Co-Moderator im WDR 4-Studio. In der Maxi-Maxi-Nacht liefen nur Maxiversionen, ein Format, das prägend für die 80er-Jahre war. Passend zum Thema der Sendung wurde genau in dieser Nacht die Uhr zurückgestellt, so dass mit insgesamt sieben Stunden Sendezeit auch die Sendung an sich eine "Extended Version" wurde.

Zwei Radiokonzerte im Stile der 80er: Midge Ure und Barclay James Harvest mit Les Holroyd

Barclay James Harvest mit Les Holroyd im Radiokonzert

Von Markus Rinke

Barclay James Harvest prägte die Musik der 80er Jahre. Am 26. Oktober gab Les Holroyd mit seiner Band ein exklusives Radiokonzert im Kleinen Sendesaal im Funkhaus des WDR.

Radiokonzert Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd

"Life ist for Living" war der große Hit Anfang des Jahrzehnts.

"Life ist for Living" war der große Hit Anfang des Jahrzehnts.

Barclay James Harvest ist auf Jubiläumstour, die Band gibt es seit mehr als 50 Jahren.

Für das Konzert im Kleinen Sendesaal haben 130 WDR 4-Hörer Karten gewonnen. Doch die Band kennt ganz andere Dimensionen. Sie spielte in West-Berlin vor 175.000 Zuschauern.

Ein ähnlich großes Konzert gab die Band am 30. August 1980 vor dem Berliner Reichstag, bei dem etwa 200.000 Menschen beiderseits der Mauer zugehört haben.

Derzeit existieren zwei Bands mit dem Namen Barclay James Harvest. Die Gründungsmitglieder John Lee und Wolly Wolstenholme gründeten 1998 die erste Formation. Im gleichen Jahr traten dann die anderen Gründungsmitglieder Les Holroyd und Schlagzeuger Mel Pritchard unter dem Bandnamen Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd auf.

Für Lucie aus Bonn ist der Funke übergesprungen: "Mir hat es sehr gut gefallen, weil der Esprit dieser Gruppe, wie man ihn aus alten Jahren kennt, voll rüberkam."

Die Bühne ist klein aber fein. Das Schlagzeug von Ralf Gustke ist in das "Aquarium" verbannt, dies dient der sauberen Akustik. Der Schlagzeuger ist einer der besten hierzulande, der ansonsten unter anderem bei den Söhnen Mannheims spielt. Nun ist er der Special Guest der aktuellen Tour von Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd.

"Das war megageil, ich hätte am liebsten noch eine halbe Stunde zugehört. Ich hätte am liebsten geweint!": Biggi aus Leverkusen ist nach dem Konzert noch ganz aus dem Häuschen. "Das hat sich wirklich gelohnt, so klein, so intim, so nah. Und wirklich, als wenn die Zeit stehengeblieben wäre, da kommen die alten Erinnerungen wieder hoch", freut sich Axel.

Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd, das ist immer noch progressiver Rock. Zu sehen ist das unter anderem bei Steve Butler. Er ist nicht nur Gitarrist, sondern spielt auch Keyboard.

Martin und Brigitte aus Velbert haben extra früher Feierabend gemacht um das Konzert zu erleben. Denn Martin hat Barcley James Harvest vor 28 Jahren in der Essener Grugahalle gesehen. Es war die erste Tournee nach dem Mauerfall. "Ich komme aus der härteren Ecke, Progressive Rock ist eigentlich nicht ganz so mein Fall." Dieses Konzert aber schon: "Das war richtig gut", ergänzt Brigitte.

Gitarrist Michael Byron-Hehir ist seit 2002 bei der Band ...

... genauso wie Keyboarder Colin Browne. Gerade mal zwölf Titel kann die Band in dem eineinhalbstündigen Konzert spielen, weil Keyboards und Gitarren viel Raum bekommen.

"Das war sensationell, weil das eine Band aus meiner Jugend ist", freut sich Michael aus Köln. "Ich habe nicht alle Lieder wiedererkannt, aber natürlich 'Hymn'." Und Heike ergänzt: "Die ganze Atmosphäre war toll und die Lieder waren toll."

Dass Heike und Michael Fans der Musik und der Zeit sind, ist nicht zu übersehen. Tatsächlich bestätigt Heike, das Barclay James Harvest die Musik ihrer Jugend war: "Als Teenager war ich großer Fan." Und Michael ergänzt: "Der Sound war super, es hat Spaß gemacht. Das einzige, was ich vermisst habe, war 'Mockingbird'."

Barclay James Harvest featuring Les Holroyd ist übrigens immer noch auf Jubiläumstour. Bereits am Montag (29.10.2018) spielt die Band in Mönchengladbach.

Stand: 08.10.2018, 06:00