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Jetzt läuft: Keinen hat es noch gereut / 15 Romanzen, op. 33 - Keinen hat es noch gereut von Brahms, Johannes

16.11.2019 | Herne | Verstehen - Verwirren: RECITAR Cantando – RECITAR Suonando

16.11.2019 | Herne | Verstehen - Verwirren: RECITAR Cantando – RECITAR Suonando

Vokalwerke von Sigismondo d’India und Instrumentalmusik von Girolamo Frescobaldi zwischen Volksweise und Manierismus.

Ensemble Arte Musica

Im Juni 1620 mögen sie sich bei einem Bankett in Rom ein erstes Mal begegnet sein: Sigismondo d’India, Sänger und Komponist im Gefolge des Kardinals Maurizio di Savoia aus Turin, und der etwa gleichaltrige Tastenmeister Girolamo Frescobaldi, damals schon als Organist am Petersdom ein Mann von Renommee und gerade wieder einmal vom Gastgeber, dem Kardinal Pietro Aldobrandini, als Leiter des Musikensembles engagiert. Ob die beiden Komponisten damals wohl ins Gespräch kamen, sogar gemeinsam musizierten? Der stilistischen Vielfalt von Frescobaldis Tasten-Toccaten und – Capricci hätte d‘India eine Auswahl jener Vokalkompositionen entgegensetzen können, die er unter dem lapidaren Titel »Musiche« in fünf Folgen herausbrachte. Arien finden sich da und ausgedehnte Rezitativ-Deklamationen, Strophenlieder und vokale Variationen über einem vielfach wiederholten Bassthema. Wie das zur bald volkstümlich einfachen, dann aber auch wieder höchst komplexen Tastenkunst Frescobaldis passt, das zeigt der italienische Cembalist Francesco Cera gemeinsam mit einer Continuogruppe und je zwei Sopranistinnen und Tenören seines Ensembles Arte Musica zu später Stunde in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3.

ENSEMBLE ARTE MUSICA
Francesco Cera / Cembalo, Leitung

Sendung
WDR 3 Konzert | 19. Dezember 2019 | 20.04 Uhr