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16.11.2019 | Herne | Verstehen - Verwirren: Poesie aus der Kürbishütte

Hathor Consort

16.11.2019 | Herne | Verstehen - Verwirren: Poesie aus der Kürbishütte

Arien, Canzonetten und Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts von Heinrich Albert, Johann Theile, Johann Philipp Krieger, Franz Tunder, Nicolaus Bruhns, Johann Hermann Schein und Samuel Scheidt.

Tage Alter Musik Herne 2019: Poesie aus der Kürbishütte, Herne, 16.11.2019

Datum: Samstag, 16.11.2019
Ort: Kreuzkirche
44623 Herne
Beginn: 16.00 Uhr
Karten:

Karten erhältlich über den örtlichen Veranstalter.

Einen fast utopischen Geburtsort hat sich die deutsche Literatursprache im 17. Jahrhundert erwählt: aufgrund seiner geografischen Lage war das preußische Königsberg während des Dreißigjährigen Krieges ein Ausnahmeort des Friedens. Seit 1630 wirkte dort Heinrich Albert als Hof- und Domorganist. In seiner »Kürbishütte«, einer von Kürbispflanzen überrankten Gartenlaube, traf sich ab 1636 die »Gesellschaft der Sterblichkeit Beflissenerer«: zehn bis zwölf Freunde, die als »Königsberger Dichterkreis« in die Literaturgeschichte eingehen sollten. Sie tauschten sich über Poesie und Musik aus, trugen eigene Kreationen vor – und ritzten sie in die Kürbisse. Treibende Kraft und Mittelpunkt war Preußens bekanntester Dichter Simon Dach, ein prominenter Gast Martin Opitz, der zum Schöpfer einer neuen, von antiken Vorbildern unabhängigen hochdeutschen Dichtersprache wurde. Heinrich Albert hat so manche »Kürbishütten«-Lyrik vertont – ein ideales Repertoire für die unvergleichlich klare Stimme von Dorothee Mields, der diese barocken Lieder schon lange eine Herzensangelegenheit sind, und für das Hathor Consort der Gambistin Romina Lischka auf seiner Suche nach immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten.

Dorothee Mields / Sopran
Hathor Consort
Romina Lischka / Viola da gamba, Leitung

Sendung
WDR 3 Konzert | 12. Dezember 2019 | 20.04 Uhr