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Bielefelder Philharmoniker

WDR 3 Städtekonzerte NRW

Bielefelder Philharmoniker

Die Bielefelder Philharmoniker spielen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Karol Szymanowski

Karol Szymanowski galt als das hoffnungsvollste musikalische Talent der "Künstlervereinigung Junges Polen", die um 1890 in Erscheinung trat und durch Tendenzen der Dekadenz, Anleihen bei Neoromantik, Symbolismus, Impressionismus und Sezession geprägt war. Szymanowski, 1882 in einer polnischen Kleinstadt in der heutigen Ukraine geboren, sog die künstlerisch reichhaltige Atmosphäre Wiens in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg mit allen Sinnen auf, reiste nach Italien und Nordafrika und entwickelte aus diesen Eindrücken eine ekstatisch wirkende, impressionistisch gefärbte Musiksprache. Inspiriert von einem Gedicht seines Landsmannes Tadeusz Miciński, schrieb er 1916 sein erstes Violinkonzert. Der Geiger Paul Kochanski vermittelte Szymanowski die Feinheiten violinistischer Technik und arbeitete eng mit ihm zusammen. Katrin Adelmann, Konzertmeisterin der Bielefelder Philharmoniker, hat dieses betörende Werk bereits mehrfach im Rahmen des Aktionstages Allein-Gemeinsam im Oktober 2021 an verschiedenen Orten der Bielefelder Innenstadt im kleinen Rahmen präsentiert; nun erfolgt die Aufführung in der originalen Orchesterfassung.

Man kann es ruhig als kühn bezeichnen, dass der gerade einmal 20-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy knapp sechs Jahre nach der Uraufführung von Beethovens maßstabsetzender 9. Symphonie ein Werk komponierte, das sich ganz offensichtlich nicht scheute, diesem Vorbild nachzueifern. Die Wahl der gleichen Tonart d-Moll ist nur ein erstes Indiz, aber eine Symphonie mit religiösen Themen "aufzuladen" und ihren Finalsatz von der symbolträchtigen Luther-Choralmelodie "Ein’ feste Burg ist unser Gott" dominieren zu lassen (auch wenn sie nicht gesungen wird), das wäre vor Beethovens Neunter schlichtweg nicht vorstellbar gewesen. Die Uraufführung im Jahr 1832 erfüllte Mendelssohns hohe Erwartungen allerdings nicht, weshalb er das Werk zurückzog und es erst posthum – als nunmehr fünfte Symphonie – veröffentlicht wurde. Seine Ouvertüre "Meeresstille und Glückliche Fahrt" basiert auf zwei gleichnamigen Gedichten Goethes, die schon Beethoven zu einer Kantate inspiriert hatten. Kurz nach der Reformationssymphonie entstanden und ebenfalls 1832 uraufgeführt, zeichnet Mendelssohns Musik die für Segelschiffe durchaus bedrohliche Situation einer Flaute nach, bevor die Flöten den Wind berufen und das Orchester eine musikalische Brise höchst wirkungsvoll in Szene setzt.

Felix Mendelssohn Bartholdy
Meeresstille und glückliche Fahrt, op. 27

Karol Szymanowski
Konzert Nr. 1, op. 35
für Violine und Orchester

Felix Mendelssohn Bartholdy
Symphonie Nr. 5 D-Dur/d-Moll, op. 107 
Reformationssymphonie

Karin Adelmann, Violine
Bielfelder Philharmoniker
Leitung: Alexander Kalajdzic

WDR 3 Städekonzerte NRW - Bielefelder Philharmoniker, Bielefeld, 09.12.2022

Datum: Freitag, 09.12.2022
Ort: Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
Beginn: 20.00 Uhr
Karten:

35,00 € / 30,00 € / 25,00 € / 22,00 € / 18,00 €

Karten erhältlich

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