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Daniel Hope über "WDR 3 schenkt Ihnen den Rundfunkchor"

Daniel Hope

Daniel Hope über "WDR 3 schenkt Ihnen den Rundfunkchor"

Stargeiger Daniel Hope ist schon auf einem Gletscher aufgetreten. Er ist sicher, dass die WDR-3-Hörer ähnlich außergewöhnliche Orte einreichen, wenn Sie sich bei der Aktion "WDR 3 schenkt Ihnen den Rundfunkchor" bewerben.

WDR 3: Was verbindet Sie persönlich als Musiker und Mensch mit Chormusik?

Daniel Hope: Chormusik war, seit ich mich erinnern kann, besonders wichtig für mich. Ich habe mit acht angefangen, damals in der Menuhin-Schule, im Chor zu singen. Und als ich dann in eine Mahler-Schule ging in London - gerade die Highgate School hatte eine langjährige Chortradition und sie haben unter anderem mit Benjamin Britten sein legendäres "War Requiem" aufgenommen - das hat mich sehr geprägt. Ich habe damals den "Messias" (Oratorium von Georg Friedrich Händel, Anmerk. d. Red.) gesungen oder die "Chichester Psalms" von Bernstein.

Einfach Teil von dieser Gemeinschaft zu sein, in der Kirche zu singen, sich selber zu hören und sich anzupassen an eine große Gruppe, das war eine großartige Erfahrung.

WDR 3: Bei unserer Aktion "WDR 3 schenkt Ihnen den Rundfunkchor" haben die Bewerber die besten Erfolgsaussichten, die uns einen möglichst ungewöhnlichen Ort für den Auftritt des WDR 3 Rundfunkchors vorschlagen - etwa eine alte Fabrikhalle oder eine Gartenlaube. Wäre das für einen Künstler auch mal eine besondere Herausforderung in so einem ungewohnten Ort aufzutreten?

Daniel Hope: Ich persönlich genieße das sehr. Es gibt sehr viele Sommerfestivals, zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, wo es Konzerte in Kuhställen gibt oder in Scheunen. Das ist für mich persönlich immer eine große Freude zu sehen, dass die Leute dahin kommen. Ich habe auch Konzerte im Freien gegeben, einmal auf einem Berg oder im Wald.

WDR 3: Unsere Bedingung an die Vorschläge der Hörer ist, dass sie ein Dach über dem Kopf für unseren 40-köpfigen Chor bereithalten. Man weiß ja auch nie, wie am 9.9. das Wetter sein wird. Aber es ist vieles denkbar. Was war Ihr verrücktester Ort, an dem Sie mal aufgetreten sind?

Daniel Hope: Es gab eine Menge. Einmal habe ich auf einem Gletscher gespielt, das war schon ziemlich verrückt. Sowieso Open-Air weiß man nie, was passiert. Man hofft natürlich, gerade im Sommer, dass das Wetter schön ist. Aber ich habe zum Beispiel in Ruinen gespielt, in alten Burgen, wo man gedacht hätte, es wäre warm, aber man hatte am Abend acht oder neun Grad und hat gefroren.

WDR 3: Sie sind ja nicht nur Schirmherr, sondern auch Jury-Mitglied der Aktion und entscheiden also mit, wer dieses einmalige Geschenk eines Auftritts unseres WDR Rundfunkchors im September bekommt. Haben Sie sich da bestimmte Kriterien überlegt, nach denen Sie entscheiden oder lassen Sie sich ganz von der Kreativität unserer Hörer überraschen?

Daniel Hope: Unbedingt letzteres. Wir wissen, dass die Hörer sehr kreativ sind. Ich bin einfach sehr gespannt auf alle Bewerbungen. Wir werden alles durchschauen und es uns gut überlegen und ich bin mir sicher, dass wir zu einem wunderbaren Ergebnis kommen.

Das Interview führte Katja Schwiglewski in WDR 3 Kultur am Mittag. Das gesamte Gespräch können Sie hier nachhören:

WDR 3 SCHENKT IHNEN DEN RUNDFUNKCHOR

WDR 3 Kultur am Mittag | 16.05.2018 | 07:06 Min.

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Stand: 22.05.2018, 11:58