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Klaus-Jürgen Liedtke: Jäger des verlorenen Schatzes - 26.12.2018

Klaus-Jürgen Liedke , aufgenommen am 09.10.2014 auf der 66. Frankfurter Buchmesse

Klaus-Jürgen Liedtke: Jäger des verlorenen Schatzes - 26.12.2018

Die Erinnerungen an die verlorene Heimat verwandelt Klaus-Jürgen Liedtke in eine Landschaft des Erzählens. Das Schicksal der Vertreibung hat ihn nicht losgelassen.

Geboren ist Klaus-Jürgen Liedtke in Schleswig Holstein, in vorläufigen und zufälligen Umständen. Hier kam die Familie zunächst unter, nach ihrer Flucht aus Ostpreußen, quer durch das zusammenbrechende Deutsche Reich, mit Pferd und Wagen.

In seinen Büchern lässt Klaus Jürgen Liedtke das Zurückgelassene wiederauferstehen, die dörfliche Welt mit ihren Höfen, Wiesen, Wäldern, Seen. Kunstvoll arrangiert der Dichter und Übersetzer das Erzählgut mit seinen hellen und dunklen Einschlüssen zu einem Bild mit offenen Rändern. Und bettet in seinem Werk das Private in einen größeren Zusammenhang: in einem literarischen Atlas der Ostsee kartografiert Klaus-Jürgen Liedtke ein imaginäres Gelände, über Grenzen und Zeiten hinweg. Adrian Winkler trifft den Autor zum Gespräch.

Adrian Winkler empfiehlt folgende Bücher zur Sendung:

Klaus-Jürgen Liedtke: Die Ostsee. Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren, Galiani Verlag, Köln 2018

Ders.:
Nachkrieg und die Trümmer von Ostpreussen, Die Andere Bibliothek, Berlin 2018

Ders.:
Die versunkene Welt: ein ostpreussisches Dorf in den Erzählungen der Leute, Die Andere Bibliothek, Frankfurt/M 2008

Ders.:
Scherben Leben Brocken Tod, Gedichte 1969-1999, Gemini Verlag, Berlin 2001

Außerdem:
Axel Dornemann (Hg): Heimwehland. Flucht, Vertreibung, Erinnnerung, Georg Olms Verlag, Hildesheim 2018

Hier können Sie die Sendung nach Ausstrahlung nachhören

Klaus-Jürgen Liedtke: Jäger des verlorenen Schatzes

WDR Zeichen und Wunder 26.12.2018 46:34 Min. Verfügbar bis 26.12.2019 WDR 3

Stand: 13.12.2018, 11:57