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Witten 1969-2018 (6) - 03.02.2019

Wittener Tage für Kammermusik

Witten 1969-2018 (6) - 03.02.2019

Teil 6 der Reihe mit Werken von Friedrich Goldmann, Friedrich Schenker und Georg Katzer. Drei DDR Komponisten, die in der Zeit vor der "Wende" in der Ruhrstadt fast eine zweite Heimat hatten, aber auch nach 1990 dort wichtige Erstaufführungen erlebten.

Friedrich Goldmann, dem Dirigenten und Komponisten, war 1981 in Witten ein eigenes Portraitkonzert gewidmet. Seine "vier Stücke" für trio basso werden von plötzlichen Brüchen, von lauernden Abgründen, sinnlich expressiven Momenten bestimmt. "Kadenzierte Interjektionen" nennt Georg Katzer sein Ensemblestück, das einen Text des Philosophen Hegel einer klingenden Lektüre unterzieht – und sich dabei jenseits der gängigen Vertonung bewegt.

An das "Instrumentale Theater", wie es Cage, Kagel und andere schon in den 1950er und 60er Jahren erprobten, knüpft Friedrich Schenker mit seinem "nächtlichen" Theater für zehn Instrumentalisten an. Auch hier sind es kammermusikalische Individuen, die szenisch in Aktion treten: sie spielen weitgehend ohne Dirigent, bewegen sich – angeleitet von der Choreographin Reinhild Hoffmann – mit ihren Instrumenten auf der Bühne und werden zu Darstellern einer imaginären Handlung, die sich vor allem aus musikalischen Strukturen und Verläufen entwickelt.

Friedrich Goldmann "Trio" (vier Stücke) (1986) für Viola, Violoncello und Kontrabass
trio basso

Friedrich Schenker "(N(A(CH)T)" (1995-96) Theater für zehn Instrumente (Ausschnitt)
musikFabrik

Georg Katzer "Kadenzierte Interjektionen" (1996-97) für sechs Instrumente
kammerensemble nm berlin

Moderation: Anna Schürmer
Redaktion: Harry Vogt

Stand: 07.01.2019, 18:51