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Rastlose Liebe: Lieder für Klavier [1] — 23.06.2019

Hugues Dufourt

Rastlose Liebe: Lieder für Klavier [1] — 23.06.2019

Hugues Dufourt hat immer wieder Musik der deutschen Romantik intensiv reflektiert. In einer Reihe von Klavierstücken bezieht sich der französische Komponist auf Goethe-Lieder von Franz Schubert, die er in seiner eigenen Ton-Sprache, ganz ohne Zitate, Anklänge oder Anleihen quasi »neu« schreibt.

»Goethe hatte für Schubert eine besondere Bedeutung. Er fand bei ihm sowohl Weite als auch Radikalität. Schubert unternahm jedoch nicht den Versuch, musikalisch auszudrücken, was die Lyrik bereits sagt, sondern das, was sie nicht vermochte. In Schuberts Lied zeigt sich die Entfesselung elementarer Kräfte, es trägt das Gewicht der Welt und erzählt von Irrungen, Einsamkeit und Verlassenheit.«

»Ich illustriere nichts«. Dufourts Stücke erzählen keine Geschichten, sondern entfalten einen großen Reichtum an Farben, wirken fast wie Landschaften. Der Erstaufnahme dieser Stücke stellt der französische Pianist Jean Pierre Collot hier die entsprechenden Schubert- Lieder in der Transkription von Franz Liszt bzw. von Carl Czerny gegenüber.

Hugues Dufourt »An Schwager Kronos« (1994) für Klavier

Franz Schubert / Carl Czerny »An Schwager Kronos« für Klavier bearbeitet

Hugues Dufourt »Meeresstille« (1997) für Klavier

Franz Schubert / Franz Liszt »Meeresstille« für Klavier bearbeitet

Jean Pierre Collot / Klavier

Moderation: Kornelia Bittmann
Redaktion: Harry Vogt

Stand: 22.08.2019, 12:17