Live hören
Jetzt läuft: Herz und Mund und Tat und Leben, BWV 147 (BC A174) von Bach, Johann Sebastian

Gervasoni Quartette [1] — 07.07.2019

Der italienische Komponist Stefano Gervasoni in Kiev im April 2017.

Gervasoni Quartette [1] — 07.07.2019

Stefano Gervasoni hat über einen Zeitraum von 15 Jahren drei Werke für die Königsklasse der Kammermusik geschrieben, die ganz unterschiedliche Aspekte anschneiden und hier in einer Neuaufnahme mit dem Quatuor Diotima vorgestellt werden.

Das erste Quartet, »Strada non presa« aus dem Jahre 2001, ist eine Art Mikroskopie des Klangs. Das Werk beruht, so Gervasoni, hauptsächlich auf dem Prinzip des ›moving unison‹.

Sein zweites Quartett versah der italienische Komponist mit dem polyglotten Titel Six letters à l’obscurité (und zwei Nachrichten) – Sechs Briefe an die Dunkelheit: Jedem der Hauptabschnitte ist ein Buchstabe zugeordnet – zusammen ergeben sie einen Namen. Sechs Schritte, »die zu tun sind? die bereits getan sind?, sechs Schritte mit zwei zögernden Unterbrechungen – in Richtung Dunkelheit.«

Das Quartett, das im Auftrag des WDR entstand und bei den Kammermusiktagen in Witten uraufgeführt wurde, erforscht das »Nicht-Espressivo«, bezieht sich dabei auch auf die »zeitlose Kunst« von Girolamo Frescobaldi.

Stefano Gervasoni »Strada non presa« (2001) pour quatuor à cordes

Stefano Gervasoni »Six letters à l’obscurité (und zwei Nachrichten)« (2005– 06) pour quatuor à cordes

Quatuor Diotima

Moderation: Johannes Zink
Redaktion: Harry Vogt

Stand: 22.08.2019, 13:55