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Beckett Lektüre (2) — 29.12.2019

Samuel Beckett; Rechte: pa

Beckett Lektüre (2) — 29.12.2019

Samuel Beckett, der Meister der Negation, des Nicht-Erzählens und Nicht-Enden-Könnens, liebte die Musik. Vor allem die Werke Beethovens und Schuberts, die für viele seiner Texte prägend waren.

Der Vertonung seiner Texte stand Beckett hingegen skeptisch gegenüber, sind sie doch in vielen Fällen bereits voller Musik. Und doch wurden und werden sie immer wieder musikalisch reflektiert, mit Musik versehen oder gar vertont. Von so unterschiedlichen Komponisten wie Morton Feldman, György Kurtág, Heinz Holliger, Georges Aperghis, Luciano Berio, Peter Eötvös oder Philip Glass. Oder, wie hier, von Stefan Prins, Agata Zubel und John McGuire.

Oder Rebecca Saunders, die sich mehr als einmal vom irischen Dichter hat anregen lassen, wenn es darum ging, Nichtbenennbares in Worte zu fassen. »Wenn ich ein Stück fertig habe, sitze ich tagelang über einem Text und einem Titel – nur um zu erkennen, dass es Beckett einfach besser konnte.«

Stefan Prins »Not I« (2007/2018) für E-Gitarre (Ausschnitt)
Yaron Deutsch / E-Gitarre

Agata Zubel »What is the Word« (2012) for voice, flute, violin, cello and pianoforte
Agata Zubel
Klangforum Wien

John McGuire »Decay« (1967–70) für 8 Hörner
Christine Chapman / Horn

Rebecca Saunders »void« (2014) für zwei Schlagzeuger und Kammerorchester (Ausschnitt)

Stand: 28.12.2019, 10:59