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En attendant - 21.03.2021

Der Komponist Bill Hopkins

En attendant - 21.03.2021

En attendant, nach einem Text von Samuel Beckett, benannte Bill Hopkins 1977 sein letztes Werk. Hier wird nicht auf Godot gewartet, sondern vielleicht auf die Zeit und die Möglichkeit, die Arbeit fortzusetzen. Doch nach der Uraufführung, die katastrophal verlaufen sein muss, verstummte der Komponist (1941-81).

Literatur spielt eine wichtige Rolle für seine Musik. Neben Beckett vertonte er vor allem Texte von Arthur Rimbaud und James Joyce. Etwa in Sensation, einer Art Mini-Oper, voll aufrüttelnder Zartheit. Bill Hopkins, der als Übersetzer, Autor und Dozent seinen Lebensunterhalt verdiente, hatte bei Luigi Nono und Egon Wellesz sutdiert. 1964 ging er nach Paris zu Olivier Messiaen, lernte dort auch Samuel Beckett und Jean Barraqué kennen, bei dem er privat Unterricht nahm.

Hopkins hinterließ nur ein kleines OEuvre, insgesamt neun reife Werke, die zu seinen Lebzeiten nur selten aufgeführt wurden und erst Ende der 1990er Jahre vermehrt wahrgenommen wurden. Zum 40. Todestag des früh verstorbenen englischen Komponisten hat das ensemble recherche seine Kammermusik neu eingespielt.

Mit Ausschnitten aus:

Bill Hopkins

Two Pomes (1964) für Sopran, Bassklarinette, Trompete, Harfe und Viola

Sensation (1965) für Sopran, Saxofon, Trompete, Harfe und Violine
Sarah Maria Sun – Sopran, ensemble recherche

Pendant (1969) für Violine
Melise Mellinger – Violine

En Attendant (1976-77) für Flöte, Oboe, Violoncello und Cembalo
Sarah Maria Sun – Sopran, ensemble recherche

Moderation: Bernd Künzig
Redaktion: Harry Vogt

Stand: 18.02.2021, 16:14