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Barkouf (oder: ein Hund an der Macht) Komische Oper von Jacques Offenbach

Komponist Jacques Offenbach - Porträtaufnahme von 1876

Barkouf (oder: ein Hund an der Macht) Komische Oper von Jacques Offenbach

Würde jeder besser regieren als die, die gerade das Sagen haben? Jacques Offenbach spielt die Frage durch. Die Oper Köln spielt die deutsche Erstaufführung im Rahmen des Offenbachjahrs 2019.

Schlechter als im Operettenstaat Lahore kann eine Regierung nicht sein. Alle Würdenträger hat das empörte Volk aus dem Fenster gestürzt oder anderweitig beseitigt, da kommt der Großmogul auf die Idee, einen Hund zum Regenten zu ernennen. Schlagartig wird alles besser. Barkouf, von seinem Frauchen Maima „gedolmetscht“, macht alles richtig. Steuersenkungen, Amnestien und Gnadenerweise für alle. Im Paris des Zweiten Kaiserreichs lachte das Publikum über Missstände, die es nur allzu gut kannte. Dem Komponisten Offenbach machte der Hund aber nichts als Ärger: mit dem Theater, mit der Zensur, mit der Kritik. „Barkouf“ verschwand in der Versenkung. Bei dieser Koproduktion der Oper Köln mit der Opéra du Rhin handelt es sich um die erste Aufführung seit der Uraufführungsserie vor 158 Jahren.

Bababeck: Matthias Klink, Tenor
Der Großmogul: Bjarni Thor Kristinsson, Bass
Saëb, Offizier: Patrick Kabongo, Tenor
Kaliboul, Eunuch: Martin Koch, Tenor
Xaïloum, Geliebter der Balkis: Sunnyboy Dladla, Tenor
Maïma, junges Blumenmädchen: Susanne Elmark, Sopran
Balkis, Orangenhändlerin: Judith Thielsen, Mezzosopran
Périzade, Tochter von Bababeck: Kathrin Zukowski, Sopran
Chor der Oper Köln; Gürzenich-Orchester Köln, Leitung: Stefan Soltesz

Aufnahme vom 12. Oktober 2019 aus dem Staatenhaus, Köln

Redaktion: Richard Lorber