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Medée - Oper von Luigi Cherubini

Sonya Yoncheva

Medée - Oper von Luigi Cherubini

„Diese Medea, das ist, was wir Musiker unter uns als das Höchste in dramatischer Musik anerkennen“, sagte Johannes Brahms über das Werk von Luigi Cherubini. Bis heute ist „Medea“ aber doch eine berühmte unbekannte Oper geblieben.

Erstmals ist die „Medée“ von Maria Callas in den 1950er Jahren wieder zu einiger Aufmerksamkeit gekommen. Die Rolle der verlassenen, betrogenen Medea, die in Rachewahn und Verzweiflung zur Mörderin ihrer Kinder wird, passte für die Callas, als sei sie ihr auf den Leib geschrieben. Seitdem greifen immer wieder bedeutende Theatermacher zu Cherubinis Deutung des antiken Dramas von Euripides. Die Charakterisierung der extremen Titelfigur steht hier ganz in den Mittelpunkt, und das in einer Radikalität und Modernität, mit der Cherubini 1797 seiner Zeit weit voraus war.

Médée, Priesterin und Gemahlin Jasons: Sonya Yoncheva, Sopran
Jason, Anführer der Argonauten: Charles Castronovo, Tenor
Kreon, König von Korinth: Iain Peterson, Bass
Dircé, Kreons Tochter, Jasons Braut: Elsa Dreisig, Sopran
Neiris, Médées Dienerin: Marina Prundenskaya, Sopran

Chor der Staatsoper Unter den Linden Berlin; Staatskapelle Berlin,
Leitung: Daniel Barenboim

Aufnahme vom 7. Oktober 2018 aus der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Im Anschluss: WDR 3 Operntagebuch mit Richard Lorber

Redaktion: Richard Lorber