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La ville morte - Oper von Nadia Boulanger und Raoul Pugno

La ville morte - Oper von Nadia Boulanger und Raoul Pugno

“Die tote Stadt“ voller Symbolik und Dekadenz, einer Schwäche für Ruinen und verbotener Leidenschaften.

Nadia Boulanger

Als Tochter einer Sängerin und eines Komponisten und Dirigenten wurde Nadia Boulanger bereits mit 16 Jahren stellvertretende Organistin von Gabriel Fauré. Eine preisgekrönte Laufbahn begann und sie wurde eine der wichtigsten Musikpädagoginnen des 20. Jahrhunderts, Komponistin und Dirigentin. Zusammen mit ihrem Lehrer Raoul Pugno hat sie ihre einzige Oper verfasst: La ville morte handelt von der Obsession eines Mannes, der in den Ruinen von Mykene nach dem goldgefüllten Grab Agamemnons sucht. Mit der inzestuösen Beziehung zu seiner Schwester Hebé beschwört er eine Tragödie herauf. Die Uraufführung war geplant, aber der Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam dazwischen. Fast 100 Jahre musste die Oper warten bis sie 2005 bei einem Festival in Siena in Teilen zu erleben war. In Göteborg wurde das impressionistische Werk im März dieses Jahres vollständig präsentiert. WDR 3 Oper sendet den Mitschnitt mit der Dirigentin Anna-Maria Helsing, die hier in die Fußstapfen der Komponistin tritt

Hebé: Katarina Karnéus, Mezzosopran
Anne: Matilda Paulsson, Mezzosopran
Léonard: Markus Pettersson, Tenor
Alexandre: Anton Ljungqvist, Bassbariton
Amman: Natallia Salavei, Mezzosopran
Jugendchor der Oper Göteborg
Männer des Göteborger Opernchors
Orchester der Oper Göteborg
Leitung: Anna-Maria Helsing

Redaktion: Richard Lorber