La Cenerentola - Oper von Gioacchino Rossini

Fabio Luisi

La Cenerentola - Oper von Gioacchino Rossini

Rossinis Opernfassung des Aschenputtel-Märchens ist charmant, schön, teilweise berührend, geht über die Wurzeln als Kindermärchen hinaus und macht die Verwandlung der Titelheldin zu einer charakterlichen und nicht zu einer stereotypen.

Rossinis Cenerentola ist nicht zu beneiden: Ein hartherziger Stiefvater und zwei missgünstige, selbstsüchtige Stiefschwestern machen ihr das Leben schwer. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es ihr, sich vom armen Aschenputtel zu einer bezaubernden Dame zu mausern, die Prinz Ramiro zu seiner Frau erwählt. Anders als im Märchen ist Cenerentolas Verwandlung Teil einer turbulenten Komödie, in der Witz und Kostümierung eine große Rolle spielen, denn auch der Prinz verkleidet sich bei seiner Brautschau, um unerkannt als Diener die Dame seines Herzens für sich zu gewinnen. Die wandlungsfähige Partie stellt enorme Ansprüche an die Titelheldin. Doch Rossini prognostizierte: “Die Impresarios werden sich mindestens so um die Cenerentola reißen wie die Primadonnen.“ Er sollte Recht behalten.

Angelina: Joyce Didonato, Mezzo-Sopran
Don Ramiro: Juan Diego Flórez, Tenor
Clorinda: Rachel Durkin, Sopran
Tisbe: Patricia Risley, Mezzosopran
Dandini: Pietro Spagnoli, Bariton
Don Magnifico: Alessandro Corbelli, Bass
Alidoro: Luca Pisaroni, Bass

Chor und Orchester der Metropolitan Opera
Leitung: Fabio Luisi

Aufnahme vom 10. Mai 2014 aus der Metropolitan Opera, New York

Übernahme vom DLFKultur

Redaktion: Richard Lorber