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Jenufa - Oper von Leos Janáček

Charles Mackerras

Jenufa - Oper von Leos Janáček

Eine alltägliche Geschichte in einem böhmischen Dorf: Verzweiflung, Eifersucht, ein Mord und schließlich die verzeihende Macht der Liebe stehen im Zentrum von Janáčeks „Jenufa“.

Jenufa ist schwanger von ihrem Ziehbruder Stewa. Der will von seiner Verantwortung nichts wissen. Stewa hat aber einen Bruder... Für Leos Janáček war das Schauspiel „Její pastorkyna“ – „Ihre Ziehtochter“ der tschechischen Schriftstellerin Gabriela Preissová ein perfektes Material für eine unheroische und unromantische Oper. Hier geht es um die drückenden Moralvorstellungen einer dörflichen Gemeinschaft. Janáček schrieb mehrere Jahre an Musik und Libretto. Am 21. Januar 1904 war schließlich die Uraufführung im Nationaltheater Brünn. Einen triumphalen Durchbruch erreichte aber erst eine zweite Fassung, die im Jahr 1916 im Nationaltheater in Prag gegeben wurde. Der Dirigent Charles Mackerras hat 1982 die Originalfassung aufgenommen und damit eine musikhistorisch bahnbrechende Referenzaufnahme geschaffen.

Die alte Burya: Marie Mrazová, Alt
Laca Klemen, ihr Stiefenkel: Wieslaw Ochman, Tenor
Stewa Burya, ihr Enkel: Peter Dvorsky, Tenor
Jenufa, ihre Ziehtochter: Elisabeth Söderström, Sopran
Altgesell: Václav Zitek, Bariton
Dorfrichter: Dalibor Jedlicka, Bass
Seine Frau: Ivana Mixová, Mezzosopran
Karolka, ihre Tochter: Lucia Popp, Sopran
Eine Hirtin: Vera Soukupová, Alt
Barena, eine Magd: Jindra Pokorná, Sopran
Jano, ein Hirtenjunge: Jana Jonasová, Sopran
Tetka, eine alte Dörflerin: Vera Soukupová, Alt

Chor der Wiener Staatsoper
Einstudierung: Norbert Balatsch
Wiener Philharmoniker
Leitung: Charles Mackerras

im Anschluss: WDR 3 Operntagebuch mit Richard Lorber

Redaktion: Richard Lorber