Die Jahreszeiten Hob. XXI:3 - Oratorium von Joseph Haydn

Capella Augustina vor Schloss Augustusburg

Die Jahreszeiten Hob. XXI:3 - Oratorium von Joseph Haydn

Seit ihrer Entstehung um 1800 sind Joseph Haydns späte Oratorien ein Dauerbrenner in den Konzertsälen – am beliebtesten sind vielleicht die „Jahreszeiten“. Beim Haydn-Festival der Brühler Schlosskonzerte spielte die Capella Augustina das Werk.

Vor allem im Oratorium „Jahreszeiten“ hat Haydn der Gattung eine neue, weltliche Note gegeben. „Einen so komischen Kontrapunkt und eine so besoffene Fuge habe ich noch nie geschrieben“, kommentiert Joseph Haydn das ländliche Weinfest, das er ironisch in Musik setzte. Was leicht und heiter wirkt, ist das Ergebnis einer langen, kräftezehrenden Arbeit. Denn auch in seinem späten Oratorium geht Haydn noch einmal neue Wege: weg vom geistlichen Kirchenwerk, hin zu einem aufgeklärten Konzertstück, das mit Liebe zum Detail die Schönheiten der Natur betrachtet. Das Publikum der Wiener Uraufführung am 24. April 1801 ist fasziniert. Ein Rezensent schreibt: „Das mächtige Eindringen kolossalischer Erscheinungen, die unermessliche Fülle glücklicher Ideen überraschte und überwältigte die kühnste Einbildung.“

Hannah Morrison, Sopran;
Sebastian Kohlhepp, Tenor;
Thomas E. Bauer, Bass;
Deutscher Jugendkammerchor, Einstudierung: Florina Benfer;
Capella Augustina, Leitung: Andreas Spering

Aufnahme vom 2. September 2018 aus der Kirche St. Margareta, Brühl

Redaktion: Richard Lorber