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Flavio Crispo - Oper von Johann David Heinichen

Leandro Marziotte

Flavio Crispo - Oper von Johann David Heinichen

Der Countertenor Leandro Marziotte singt den Titelhelden in Heinichens Oper „Flavio Crispo“, die im Jahr 2016 aus ihrem jahrhundertelangen Dornröschenschlaf geweckt wurde.

Eigentlich hatte man am Dresdner Hof die Premiere von Heinichens Oper „Flavio Crispo“ für Karneval 1720 geplant, um August den Starken nach einer Reise willkommen zu heißen. Ein ausgewachsener Opernskandal ließ die Vorstellung allerdings platzen. Zwei Hauptdarsteller, die italienischen Kastraten Senesino und Berselli, weigerten sich aufzutreten: Sie waren mit der angeblich miserablen musikalischen Qualität ihrer Partien nicht zufrieden. August dem Starken platzte der Kragen und er entließ kurzerhand das gesamte Ensemble. Dass Senesino und Berselli gezielt den Skandal provoziert hatten, um lukrativere Engagements anzunehmen, stellte sich leider erst später heraus. Heinichens Oper ist letztendlich dann aber doch uraufgeführt worden − allerdings rund 300 Jahre später, im Juni 2016 von namhaften Solisten und dem Stuttgarter Ensemble „Il Gusto Barocco“ unter Jörg Halubek.

Flavio Crispo: Leandro Marziotte, Countertenor
Elena: Dana Marbach, Sopran
Fausta: Alessandra Visentin, Alt
Imilce: Silke Gäng, Alt
Gilimero: Nina Bernsteiner, Sopran
Massenzio: Tobias Hunger, Tenor
Costantino: Ismael Arróniz, Bass
Il Gusto Barocco, Leitung: Jörg Halubek

Redaktion: Richard Lorber