Engelbert Humperdinck - Königskinder

Stand: 08.09.2021, 17:57 Uhr

Engelbert Humperdincks „Königskinder“ ist in der Urfassung von 1897 als Märchenmelodram mit Gesang und Sprechtexten eine Rarität.

Die Gänsemagd, eigentlich eine Königstochter, wächst im Wald bei einer Hexe auf. Ein Spielmann will ihr und einem furchtlosen Königssohn zu Thron und Würde verhelfen. Doch das endet tragisch, mit dem Tod der Königskinder. Die Oper zum Kunstmärchen von Engelbert Humperdinck, uraufgeführt 1910 an der Metropolitan Opera New York, ist nach "Hänsel und Gretel" der zweite Welterfolg des in Siegburg geborenen Komponisten. Der konventionelleren Opernfassung ging eine – aus heutiger Sicht – progressivere Melodramfassung voraus. Für diese fast vergessene Urversion der "Königskinder" von 1897 hat Humperdinck den Gesang mit einer neuen Form des auskomponierten Sprechgesangs kombiniert, die später durch Arnold Schönberg "salonfähig" wurde. Michael Hofstetter hat diesen Schatz für eine konzertante Aufführung in Gießen gehoben und bietet das Melodram beim Beethovenfest 2021 noch einmal mit einer herausragenden Sängerbesetzung. WDR 3 präsentiert die Aufnahme am Vorabend des 100. Todestags von Engelbert Humperdinck.

Hexe / Erzählerin: Harriet Kracht
Gänsemagd: Marie Seidler, Mezzosopran
Königssohn: Daniel Johannsen, Tenor
Spielmann: Michael Zehe, Bass
Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Neue Philharmonie Westfalen
Leitung: Michael Hofstetter

Aufnahme vom 4. September 2021 aus dem Rhein-Sieg-Forum, Siegburg

Redaktion: Richard Lorber