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Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire

Profil [64]: Delia Derbyshire - 25.11.2017

Delia Derbyshire

WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik

Profil [64]: Delia Derbyshire - 25.11.2017

Delia Derbyshire kam 1962 als junge Musikerin und Mathematikerin zum BBC Radiophonic Workshop. Mit ihrer technischen und musikalischen Doppelqualifikation, konnte die ehemalige Tontechnikerin dort rasch eine neue Soundqualität etablieren.

Beim BBC Radiophonic Workshop produzierte Delia Derbyshire zahlreiche Intros aus Tonband-Collagen und elektronische Musik fürs Fernsehprogramm. Ihre höchst originelle elektronische Fassung der Titelmusik, die der Komponist Ron Grainer für die Science-Fiction-Serie "Doctor Who" entworfen hat, ist vermutlich bis heute eines der größten Erfolge des Londoner Workshops.

Wirklich entdeckt wurden ihre Arbeiten und deren musikalische Bedeutung aber wesentlich später: Erst 2009 gab die Manchester University die Entdeckung von 267 Tonbändern bekannt. Sie wurden auf dem Dachboden der 2001 verstorbenen Musikerin gefunden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In der Sammlung befinden sich beeindruckend unheimliche Theater-Soundeffekte, hypnotisierende Ambient- Soundscapes und womöglich auch der erste elektronische Dancefloor-Track überhaupt – ein Stück, von dem man leicht denken könnte, es sei heute entstanden, und nicht bereits in den 60ern.

Mit Ausschnitten u. a. aus:

Delia Derbyshire
Depression
Celestial Cantabile
Bach’s Air
Mattachin
Ziwzih Ziwzih G
reat Zoos of the World
Dance from Noah
Falling – From the Dreams

White Noise, Delia Derbyshire
Love without Sound
The Black Mass: An Electric Strom in Hell

Delia Derbyshire and Anthony Newley
Moogies Bloogies

Autor: Reinhold Friedl
Redaktion: Frank Hilberg

Stand: 19.10.2017, 10:32