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Nexus [22]: Padua - 27.05.2017

Gruppo NPS: hier noch in der Gründungsphase (1965-1968) Memo Alfonsi, Ennio Chiggio, Teresa Rampazzi (mit Sonnenbrille), Serenella Marega, Gianni Meiners

WDR 3 Open Sounds: Studio Elektronische Musik

Nexus [22]: Padua - 27.05.2017

Padua – eine der ältesten Städten Italiens ist auch eine der fortschrittlichsten, zumindest was die elektronische Musik angeht. In den sechziger Jahren entstand hier mit dem Kollektiv "Nuove Proposte Sonore" – kurz "NPS" – eine der musikalisch avancierten Elektronik-Gruppen Italiens.

Studio Elektronische Musik: Nexus [22]: Padua | Profil [62]: Teresa Rampazzi

WDR 3 Open Sounds | 27.05.2017 | 01:55:07 Min.

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Das Kollketiv "Nuove Proposte Sonore" zu deutsch etwa "Neue Klanganregungen" wurde begründet von der Musikerin und späteren Komponistin Teresa Rampazzi und dem bildenden Künstler Ennio Chiggio. Rampazzi selbst stand in engem Kontakt zu Luigi Nono, Bruno Maderna und John Cage, wurde aber hauptsächlich von der elektronischen Tonbandmusik  Stockhausens und der musique concrète Pierre Schaeffers geprägt.
Neben den Komponisten Pietro Grossi und Enore Zaffiri zählte "NPS" bald zu den bekanntesten und bedeutendsten Akteuren der elektronischen Musikszene Italiens. Zwar blieb der große internationale Erfolg am Ende versagt, doch seit knapp zwei Jahrzehnten kümmert sich die italienische Musikwissenschaftlerin Laura Zattra darum, Archivmaterial zugänglich zu machen, Tonbänder zu digitalisieren und diese mit Unterstützung des Mailänder Labels "Die Schachtel" einem internationalen Publikum bekannt zu machen.

Mit Ausschnitten aus:

Nuove Proposte Sonore
Masse 1 (1966)
consonantico (1964)
Ricerca 4 (1965)

Pietro Grossi
Pg4-1965 (1965)
Collage (1968)
Monodia (1970)

Enore Zaffiri
Q/64.II (1966)
Musica per un anno (1967/68)

Arke Sinth
Nuclei (1973)

Wolfango Dalla Vecchia
Media Vita - Part 2 (2008)


Besonderer Dank gilt dem Institut für Kulturgeschichte der Università degli Studi di Padova, das das künstlerische Erbe von Teresa Rampazzi pflegt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Autor: Reinhold Friedl
Redaktion: Frank Hilberg