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Jetzt läuft: Mikhail Verbytskij - Sinfonische Ouvertüre Nr. 1 D-Dur
Rhythmische Landschaft am Genfersee - Gemälde von Ferdinand Hodler

Himmelsbetrachtungen 1: Wolken, die Tracks eine Form geben

„Zirrus“, „Stratus“, „Cumulus“, „Cumulonimbus“. Wenn Tracks und Alben mit Wolkenformen betitelt werden, richtet sich der innere Blick beim Hören in Richtung Himmel aus. Was bewegt sich da? Und wie? Wie verhält es sich zur Sonne? Zum Blau? Tracks von Imogen Heap, Machinedrum, Max Richter u.a.

Nicht nur Maler wie Ferdinand Hodler, der mit Vorliebe Wolken genutzt hat, um die Bildstruktur zu rhythmisieren, ist Wolkenfan. Auch Musiker:innen betiteln ihre Tracks mit Namen von Wolkenformen - was vermuten lässt, dass deren Anblick sie in irgendeiner Weise inspiriert hat. Und uns liefern die Titel optionale Assoziations- bzw. Imaginationshorizonte. Travis Stewart aka. Machinedrum geht im Elysian Park in Los Angeles spazieren und komponiert dazu Stücke, die auf seinem Album „Elysian“ erscheinen. Bei „Cumulus“ hat er vermutlich im Park sitzend den Himmel betrachtet und diese Wolken gesehen. Das Quintett um den Posaunisten Bertil Strandberg kommt 1973 auf seinem Weg ins Studio in einen Schneesturm. Album und Titeltrack, die aufgenommen werden sollen, heißen „Cirrus“. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht? Und Pink Floyd verwenden in ihrem Song „Cirrus minor“ die gleichen Instrumente wie zuvor im „Celestial Voices“ - Abschnitt vom Stück „A Saucerful of Secrets“. Für die Band hat der Himmel und Himmelserscheinungen also offenbar einen ganz besonderen Klang.

Cumulus | 4:44
Imogen Heap

Cumulus | 2:18
tstewart Machinedrum

Cumulonimbus | 10:09
Max Richter, Ben Russell, Yuki Numata, Caleb Burhans, Clarice Jensen, Brian Snow

Cumulonimbus Dream | 4:10
Masayoshi Fujita

Stratus | 3:05
Kaitlyn Aurelia Smith

Stratus | 9:11
Loscil

Cirrus | 5:47
Bonobo

Cirrus Minor | 5:16
Pink Floyd   

Cirrus | 10:25
Bertil Strandbergs Kvintett

Moderation: Ilka Geyer
Redaktion: Markus Heuger