Viktor Schklowskij: Oktoberrevolution

Wiktor Schklowski

Viktor Schklowskij: Oktoberrevolution

Viktor Schklowskij, 1893-1984, schloss sich als Student eine Zeit lang den Revolutionären in Russland an. Von 1917 bis 1922 arbeitete er als Wissenschaftler, war Kommandant eines Panzerwagens und Armeekommissar in Galizien und Persien. Schklowskij wurde später als Literaturtheoretiker berühmt.

Nach der Lesung am Samstag hier zum Nachhören, befristet bis zum 4. November 2017.

Buchcover: "Wiktor Schklowski: Sentimentale Reise"

In seinem Buch "Sentimentale Reise" schildert Viktor Schklowskij seine Verwicklungen in die Revolution von 1917 und erzählt von seinen Erlebnissen aus den Bürgerkriegsjahren. Die "Sentimentale Reise" endet mit der Ankunft des Autors Anfang der Zwanziger Jahre in Berlin, wo Schklowskij zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten der russischen Emigration wird. Auf Vermittlung von Gorki und Majakowski kehrt Viktor Schklowskij später wieder nach Russland zurück und arbeitet ab da als Film- und Literaturtheoretiker. In seiner Heimat ist und bleibt er aber - vor allem während der Stalinzeit – aufgrund seiner Herkunft aus dem Russischen Formalismus sehr umstritten. Schklowskij, dem seine Freunde früh den Spitznamen "Brat Skandalist", "Bruder Störenfried" gaben, starb im Alter von 91 Jahren in Moskau.

Literatur zur Lesung:
Viktor Schklowskij: Sentimentale Reise. Aus dem Russischen übersetzt und mit einer Nachbemerkung versehen von Olga Radetzkaja. Verlag Die andere Bibliothek Berlin 2017, 492 Seiten, 42,- Euro

Ausstrahlung: Lesezeichen vom 23. bis 27. Oktober 2017, Lesung am 28. Oktober 2017
Gelesen von Florian Lukas
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: WDR 2017

Stand: 10.10.2017, 10:53