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Der zionistische Traum - Ende einer Illusion

Ben Gurio und andere Mitglieder der provisorischen Regierung bei der Verlesung der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel am 14. Mai 1948 in Tel Aviv.

Der zionistische Traum - Ende einer Illusion

Von Ruth Fruchtman

Israel feiert den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung am 14.5.1948. Den Nachkommen von circa 700.000 vertriebenen Palästinensern gilt das Datum als "Tag der Katastrophe".


Das Feature steht nach der Sendung befristet zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Der zionistische Traum - Ende einer Illusion

WDR 3 Kulturfeature | 12.05.2018 | 50:29 Min.

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Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Truppen an der Grenze zu Gaza am 5.April 2018

Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Truppen an der Grenze zu Gaza am 5. April 2018

"Die Juden, die wollen, werden ihren Staat haben. Und was wir dort nur für unser eigenes Gedeihen versuchen, wirkt machtvoll und beglückend hinaus zum Wohle aller Menschen", schrieb Theodor Herzl 1896 in seiner Broschüre "Der Judenstaat". Aus Sicht von Ruth Fruchtman, aufgewachsen in einer zionistischen Familie in London, hat sich der Traum von damals in einen Albtraum verwandelt. Besatzung und tägliche Verbrechen gegen die Palästinenser stellen die Grundsätze der zionistischen Idee infrage: "Kolonialistisch, rassistisch, faschistisch" lauten die Vorwürfe. Die Autorin hat sich vor 15 Jahren mit dem befasst, was sie "als Ende einer Illusion" wahrgenommen hat. Das vielleicht Erschreckendste ist, wie aktuell dieses Stück heute klingt, und dass Lösungen nicht näher, sondern eher weiter weg gerückt sind.

Ausstrahlung am 12. Mai 2018, Wiederholung am 13. Mai 2018
Von Ruth Fruchtman
Redaktion: Thomas Nachtigall
Produktion: WDR/rbb 2003

Stand: 06.04.2018, 10:41