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"Jeden Nachmittag schien die Welt zu sterben" - Die Südstaatenautorin Carson McCullers

Porträt der Südstaaten-Autorin Carson McCullers

"Jeden Nachmittag schien die Welt zu sterben" - Die Südstaatenautorin Carson McCullers

Von Manuela Reichart

Die US-amerikanische Schriftstellerin Carson McCullers wurde am 19. Februar 1917 in Georgia geboren, das im 19. Jahrhundert noch zu den sklavenhaltenden Staaten gehört hatte. Sie starb am 29. September 1967. 

Ihr Leben folgte dem einen Muster – wie sie selbst sagte: "Arbeit und Liebe". Ihr Werk musste sie einem sich verweigernden Körper abtrotzen, denn sie war eigentlich immer krank. Die Motive ihrer Bücher: der Fluch des Südens, Rassenhass und dessen Überwindung, Lebenslügen und Enttäuschungen, Traurigkeit und Einsamkeit, die Angst der Jugend und die des Alters, Krankheit und Tod, Liebe und Leidenschaft, kindliche Hoffnungen und unerfüllbare Sehnsüchte. Als 1940 ihr erster Roman "Das Herz ist ein einsamer Jäger" erscheint, ist sie 23 Jahre alt und sofort ein Star auf der literarischen Bühne Amerikas. 1967 stirbt sie im Alter von nur 50 Jahren. Ihr letzter großer Roman "Uhr ohne Zeiger" beginnt mit dem Satz "Der Tod bleibt sich immer gleich, aber jeder Mensch stirbt seinen eigenen Tod."

Ausstrahlung am 25. September 2021 um 12.04 Uhr
Wiederholung am 26. September 2021 um 15.04 Uhr

Von: Manuela Reichart
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: WDR 2007

Stand: 06.09.2021, 11:53