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Das Beitragsbild des WDR3 Kulturfeature "Das sowjetische Trauma" zeigt die Lenin Statue und Hermannsfeste in Narva, Estland.

Das sowjetische Trauma - Estland auf der Suche nach sich selbst

Im Februar 1918 erlangten die Esten ihre erste Unabhängigkeit von Russland. Auf die zweite mussten sie dann bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion warten. Heute fürchten Manche, dass sich die Geschichte wiederholen könnte.

Von Elke Pressler

Die finnisch-estnische Autorin Sofi Oksanen fotografiert 2010 in Helsinki.

Die finnisch-estnische Autorin Sofi Oksanen fotografiert 2010 in Helsinki

"Fegefeuer" heißt der Roman der estnisch-finnische Autorin Sofi Oksanen der 2008 die Jahrzehnte sowjetischer Okkupation und erzwungenen Schweigens ausleuchtete. Er löste in den folgenden Jahren kontroverse Debatte in der Ostsee-Republik aus: Was ist estnisch? Soll der russischen Minderheit ein Sprachzeugnis oder gar ein Bekenntnis zur Mehrheitskultur abverlangt werden? Und wie definiert die sich überhaupt – in einem Land, das zur EU gehört und wie kaum ein anderes auf Internet und digitale Vernetzung setzt?

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine und zunehmenden Drohungen gegen die baltischen Staaten hat Oksanens Roman für viele Esten eine neue, düstere Aktualität bekommen.

Das sowjetische Trauma - Estland auf der Suche nach sich selbst

WDR 3 Kulturfeature 03.09.2022 53:16 Min. Verfügbar bis 02.09.2032 WDR 3


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Literaturhinweis:
Sofi Oksanen: Fegefeuer. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2010, 400 Seiten, 19.95 EUR

Ausstrahlung am Samstag, 3. September 2022, 12.04 – 13.00 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 4. September 2022, 15.04 – 16.00 Uhr

Von: Elke Pressler
Redaktion: Thomas Nachtigall
Produktion: WDR 2014