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Der neue Ton - Reeducation für Nazideutschland

Peter von Zahn im Studio des NWDR, 1951

Der neue Ton - Reeducation für Nazideutschland

Von Cornelia Epping-Jäger und Jean-Claude Kuner

Schon vor 1945 überlegten die Amerikaner wie man den autoritätshörigen Deutschen die Demokratie beibringen könnte. In Reeducations-Trainings schulten sie eine Diskussionskultur, aus der auch die deutsche Nachkriegsliteratur hervorging.

Der neue Ton - Reeducation für Nazideutschland

WDR 3 Kulturfeature 05.10.2019 53:11 Min. Verfügbar bis 02.10.2020 WDR 3 Von Cornelia Epping-Jäger und Jean-Claude Kuner

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Sprecher im Studio des NWDR, 1952

Wenn ein politisches System seine Macht verliert und aus einer Diktatur eine Demokratie wird, was passiert dann mit der Kultur, mit den Medien und den Kommunikationsformen? Müssen sich nur die Institutionen ändern oder auch die Menschen? Dass die Rundfunksprecher bei Radio Hamburg, dem englischen Besatzungssender nach 1945, nicht mehr klingen durften wie kurz zuvor bei den Nazis, liegt auf der Hand, denn die "Stimme der Demokratie" muss sich anders anhören als die der Diktatur. Wie aber verhält es sich mit der Literatur? Verändert der Systemwandel auch ihren Klang? Der Slogan der Westalliierten "You can be like us" veränderte nicht nur den Ton, sondern auch die Denkweise der jungen Deutschen. Aus der mündlichen Gesprächs- und Diskussionskultur entwickelte sich auch ein neuer literarischer Stil.

Das Feature entstand in Zusammenarbeit mit dem DFG-Forschungsprojekt " HörSäle der Literatur. Die sonore Inszenierung des Literarischen in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur“ an der Ruhr Universität Bochum:

Ausstrahlung am 5. Oktober 2019
Von Cornelia Epping-Jäger und Jean-Claude Kuner
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion: WDR 2019

Stand: 27.08.2019, 09:51