„Stellen wir uns vor, wir wären alle Pferde“ - Die Surrealistin Leonora Carrington

Schwarzweiß Porträt von Leonora Carrington 1998 in Mexico City aufgenommen

„Stellen wir uns vor, wir wären alle Pferde“ - Die Surrealistin Leonora Carrington

Von Manuela Reichart

Die surrealistische Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington war Tochter aus reichem englischen Haus, aufmüpfig, schön und begabt. Ihre Bilder sind auf dem Kunstmarkt begehrt und teuer.

Sie war die große Liebe von Max Ernst, und sie war – wie sein Sohn sich erinnerte: "die schönste Frau, die ich je gesehen habe“. Als 20jährige wird Leonora Carrington vom viel älteren Malerfürsten in die Kunst eingeführt, lebt mit ihm in Frankreich und wird verrückt, als er Anfang des zweiten Weltkriegs deportiert wird. Über ihre Psychiatrie-Erfahrung hat sie einen eindrucksvollen Erfahrungsbericht geschrieben, Jahre später dann einen surrealen, genuin feministischen Roman über alte Frauen und das Ende einer männlich geprägten Menschheit. Seit den 1940er Jahren lebte die 1917 geborene Malerin und Schriftstellerin, die am 25. Mai 2010 starb, in Mexico City.

Ausstrahlung am 29. Mai 2021 um 12.04 – 13.00 Uhr
Wiederholung am 30. Mai 2021um 15.04 – 16.00 Uhr

Von: Manuela Reichart
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: WDR 2010

Stand: 14.05.2021, 17:54