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Lauter vergangene Momente - Die nervösen Tagebücher des Jonas Mekas

Jonas Mekas, 1946

Lauter vergangene Momente - Die nervösen Tagebücher des Jonas Mekas

Von Ulrike Janssen und Norbert Wehr

Jonas Mekas, der im Januar 2019 mit 96 Jahren in New York gestorben ist, kennen Cineasten weltweit als eine Schlüsselfigur des US-amerikanischen Avantgardefilms. Der in Litauen geborene Schriftsteller Mekas blieb eher unbekannt. Dabei ist er für die deutsche Nachkriegsgeschichte ein wichtiger Zeitzeuge gewesen.

Die nervösen Tagebücher des Jonas Mekas

WDR 3 Kulturfeature 25.05.2019 54:05 Min. Verfügbar bis 23.05.2020 WDR 3 Von Ulrike Janssen

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Jonas Mekas

Jonas Mekas

In seinem Tagebuch der Jahre 1944-1954 hält Jonas Mekas fest, wie er nach seiner Flucht aus Litauen in Deutschland ankommt, im Krieg noch Zwangsarbeit leisten muss und dann nach Kriegsende durch das zerstörte Deutschland irrt. Wie er schließlich jahrelang in Barackenlagern lebt, bevor er 1949 in die USA auswandert. Trotz der deprimierenden Umstände in den displaced-person-camps gelingt es Mekas dort, viel zu lesen, zu fotografieren, das Tagebuch zu führen, und er schreibt hier ganz besondere Naturgedichte.

Jonas Mekas, Buchcover: Ich hatte keinen Ort

Jonas Mekas: Ich hatte keinen Ort. Tagebücher 1944-1955. Aus dem Englischen von Heike Geißler. Spector Books, Leipzig 2017, 576 Seiten, 22,- Euro

Ausstrahlung am 25. Mai 2019, Wiederholung am 26. Mai 2019
Von Ulrike Janssen und Norbert Wehr
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: SWR/WDR 2014

Stand: 29.04.2019, 12:00