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Der Fehler als Methode: Irrtum und Zufall in der Musik

George Martin, Produzent der Beatles, im Studio, 1964

Der Fehler als Methode: Irrtum und Zufall in der Musik

Von Ulrich Bassenge

Der Fehler ist der kleine Bruder des Zufalls. Viele Komponisten haben sich bewusst auf ihn eingelassen. Ein Streifzug durch das geplant Unvollkommene in der Musik.

Heinrich Ignaz Franz Biber, Portraet aus Notendruck

Heinrich Ignaz Franz Biber

Seit Jahrhunderten wird der Fehler musikalisch produktiv gemacht: wie etwa von Heinrich Ignaz Franz von Biber in seiner "Battalia", einem musikalischen Schlachtengemälde, das unter anderem das betrunkene Durcheinandersingen der Musketiere abbildet.

Was nach dem barocken Komponisten auch von Mozart noch als "musikalischer Spaß" gemeint war, entwickelte Charles Ives im letzten Jahrhundert zu einer Methode. Er komponierte den Zufall in viele seiner Werke hinein. Auch die moderne Tontechnik nutzt das Fehlerhafte. Von Joe Meeks überfahrenen Kompressoren und George Martins übersteuertem Beatles-Mischpult führt ein direkter Weg zum geisterhaften Klang der Glitch-Artisten wie Laurel Halo oder Oneohtrix Point Never.

Aus urheberrechtlichen Gründen kann das Hörspiel leider nicht zum Download angeboten werden. Sie können die Sendung aufzeichnen. Auf unserer Seite "Der WDR RadioRecorder" finden Sie dazu einige Tipps.

Ausstrahlung am 4. Mai 2019, Wiederholung am 5. Mai 2019
Von Ulrich Bassenge
Redaktion: Adrian Winkler
Produktion: BR 2019

Stand: 09.04.2019, 16:26