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Ennio Morricone - ein Leben zwischen Kino und Konzertsaal

Der verstorbene italienische Komponist und Dirigent Ennio Morricone.

Ennio Morricone - ein Leben zwischen Kino und Konzertsaal

Am vergangenen Montag verstarb der Schöpfer unsterblicher Film-Melodien in Rom: Ennio Morricone. Der Autor Sven Ahnert hatte Ennio Morricone kurz vor seinem 90. Geburtstag im November 2018 in Rom besucht und er stellte fest: Alle tanzen nach seiner Pfeife.

"Wenn die deutschen Touristen kamen, spielten wir amerikanische Musik", erinnert sich Ennio Morricone, wenn er von seiner Zeit als Nachtclub-Trompeter erzählt. Im Zigarettendunst römischer Bars und Nachtclubs spielte er in den 50iger Jahren für ein paar Lire mehr und ein Jahrzehnt später lockte dann die Filmfabrik Cinnecittá mit Angeboten. Der Rest ist Legende: Über 500 Filme tragen sein Klang-Siegel. Filmmusik? Morricone war ein cleverer Arrangeur, ein Jongleur mit konkreten Klängen, der Western und Horror, Mafia und Erotik unglaublich eigensinnig verpacken konnte. Filmmusik kennt Morricone nicht, nur ehrliche, starke Musik, die auf der Leinwand wie auf der Konzertbühne bewegt und berührt. Es war einmal in Rom, da spielte ein Schlagerkomponist mit Schreibmaschinen, Mundharmonika, Tonband und lauschte der Kunst Johann Sebastian Bachs.

Von Sven Ahnert
Redaktion: Andrea Zschunke
Produktion 2018

Ausstrahlung am 12. Juli 2020


Stand: 09.07.2020, 16:25