Ad absurdum - Die Realität des Andrej Platonow

Andrej Platonow

Ad absurdum - Die Realität des Andrej Platonow

Von Mario Bandi

Der Schriftsteller Andrej Platonow wollte nichts als ein ehrlicher Kommunist sein, der die Wirklichkeit beschreibt. Seine Werke gelten vielen Russen heute als Metaphern für die Absurdität des sowjetischen Alltags.

Das Feature steht Ihnen nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

Ad absurdum - Die Realität des Andrej Platonow

WDR 3 Kulturfeature 05.09.2020 53:41 Min. Verfügbar bis 05.09.2021 WDR 3 Von Mario Bandi

Download

Platonow, geboren 1899 in der russischen Provinz, Ingenieur von Beruf, starb im Januar 1951. Zwei Jahrzehnte nach seinem Tod erschien sein erster Roman – in Paris. In der Sowjetunion dauerte es noch bis zur Perestroika.

Es sind nicht nur die Sujets, die die Leser verstören: Die treuherzig-grausamen Kommunisten des Örtchens "Tschewengur", die die Ankunft des Kommunismus ausrufen und jeden bestrafen, der arbeiten will. Oder die riesige "Baugrube" für die Großprojekte des Sozialismus im Zentrum Moskaus. Sie wird zum Grab für diejenigen, die sie ausschachten. Auch Platonows Sprache irritiert: Er benutzt die Floskeln kommunistischer Propaganda und führt sie damit ad absurdum. Das Feature begibt sich in Moskau auf Spurensuche und lässt Übersetzer aus Schweden, Spanien, Japan, Deutschland und Korea zu Wort kommen.

Ausstrahlung am 05.09.2020, Wiederholung am 06.09.2020
Von Mario Bandi
Redaktion: Adrian Winkler
Produktion: DLF/WDR 2020

Stand: 11.08.2020, 16:51