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00.03 - 06.00 Uhr Das ARD Nachtkonzert
Schwarz-weißes Portaitfot von André Gorz vor dunkelm Hintergrund.

Der Gärtner von Vosnon: André Gorz und die Wege der Freiheit

Stand: 24.08.2022, 17:05 Uhr

Sein größter Bucherfolg war "Brief an D.", eine Liebeserklärung an seine chronisch kranke Frau Dorine. Mit ihr zog sich André Gorz in das stille Dörfchen Vosnon zog, interessierte sich für sanfte Medizin und ökologisches Gärtnern. Zusammen wählten sie 2007 den Freitod.

Von Wolfgang Stenke

André Gorz, 1923 in Wien als Gerhart Hirsch geboren, war Journalist und Sozialphilosoph: ein Vordenker der politischen Ökologie und des humanen Umbaus der Industriegesellschaft. Seine kapitalismuskritischen Bücher sind heute Klassiker. Als einer der ersten forderte er das bedingungslose Grundeinkommen.

Der Sohn österreichisch-jüdischer Eltern überlebte die NS-Zeit im Schweizer Exil. Dort orientierte sich der entwurzelte Jugendliche nach Frankreich, das ihm als Land der Freiheit erschien. Die frühe Begegnung mit Jean-Paul Sartre und der Existentialphilosophie bestimmte seine Vorstellung von der Autonomie des Individuums. Unter dem Pseudonym Michel Bosquet machte er nach langen Hungerjahren in Paris beim linken Nachrichtenmagazin "Nouvel Observateur" Karriere; als André Gorz schrieb er soziologische und philosophische Bücher. Fluchtpunkt seines Denkens blieb bis in den Tod die Idee der Freiheit.

Der Gärtner von Vosnon: André Gorz und die Wege der Freiheit

WDR 3 Kulturfeature 17.09.2022 54:06 Min. Verfügbar bis 16.09.2099 WDR 3 Von Wolfgang Stenke


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Ausstrahlung am Samstag, 17. September 2022 um 12.04 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 18. September 2022 um 15.04 Uhr
Von: Wolfgang Stenke
Redaktion: Imke Wallefeld
Produktion: WDR 2017