WDR Sinfonieorchester - Russische Rhapsodien

Kirill Gerstein

WDR Sinfonieorchester - Russische Rhapsodien

Wenn Russische Komponisten von Italien träumen – das WDR Sinfonieorchester demonstriert unter der Leitung von Leonard Slatkin das Kulturverbindende der Musik.

Peter Tschaikowsky hat 1879/80 ausführlich in die italienische Sonne geblinzelt und dort auch Karneval gefeiert. Ein Ergebnis: sein "Capriccio Italien". Darin hat er italienische Volksmusik verarbeitet. Die Inspiration für "Francesca da Rimini" verdankte er einem Klassiker der italienischen Literatur, nämlich der "Göttlichen Komödie" von Dante Alighieri. Sergej Rachmaninow hat sich von einem legendären italienischen Geiger und dessen Beitrag für die Violinliteratur anregen lassen. Er greift das Thema von Niccolo Paganinis 24. Capriccio auf und macht daraus ebenso virtuose Klaviermusik. Rachmaninow hat in seine Rhapsodie außerdem den gregorianischen Choral "dies irae", eingearbeitet. Dieser Hymnus über das Jüngste Gericht, der traditioneller Bestandteil einer Totenmesse ist, spielt eine dominante Rolle im zweiten Rachmaninow-Werk des Abends, der "Toteninsel" op. 29.

Peter Tschaikowsky
Capriccio Italien op.45

Sergej Rachmaninow
Rhapsodie über ein Thema von Paganini a-moll für Klavier und Orchester op. 43
Die Toteninsel op. 29

Peter Tschaikowsky
Francesca da Rimini op. 32

Kirill Gerstein, Klavier
WDR Sinfonieorchester
Leitung: Leonard Slatkin

Aufnahme vom 31. März 2017 aus der Kölner Philharmonie

Moderation: Cladia Belemann
Redaktion: Wibke Gerking