Tage Alter Musik in Herne 2018: Todsünden – Wollust

Ensemble Mare Nostrum

Tage Alter Musik in Herne 2018: Todsünden – Wollust

Eine bislang unbekannte Oper vom genialen „bad boy” des römischen Hochbarock wird nach 342 Jahren bei den Tagen Alter Musik in Herne wieder zum prallen Leben erweckt.

Obwohl von weit höherer Geburt als viele seiner Musikerkollegen, hält Alessandro Stradella (1639-1682) sich an keinem Hof und in keinem Kirchenamt. Ihm fehlt es schlichtweg an „virtù”, der über alle Virtuosität in der Kunst hinausgehenden Tugendhaftigkeit im Lebenswandel. Fast wie ein Lebensmotto Stradellas mutet der Titel seiner Oper aus dem Jahr 1676 an, deren moderne Erstaufführung jetzt in Herne zu erleben ist: „Amare e fingere” – „Lieben und heucheln”. Sie bietet Liebe, Wollust und Eifersucht, Verkleidung, Komödie und Drama begleitet von Tanzszenen und Duellen. Sie zeigt uns die Abgründe von Macht und Leidenschaft in der römischen High Society des 17. Jahrhunderts.

Amare e fingere
Dramma per musica von Alessandro Stradella
Clori/Despina: Paola Valentina Molinari, Sopran
Erinda: Silvia Frigato, Sopran
Celia: Giuseppina Bridelli, Mezzosopran
Fileno: Chiara Brunello, Alt
Rosalbo: Luca Cervoni, Tenor
Silvano: Riccardo Novaro, Bariton

Ensemble Mare Nostrum, Leitung: Andrea De Carlo

Live aus dem Kulturzentrum Herne

Moderation: Sabine Radermacher
Redaktion: Richard Lorber