WDR 3 Städtekonzerte in NRW - Aachener Philharmoniker

Timothy Ridout

WDR 3 Städtekonzerte in NRW - Aachener Philharmoniker

Goethes Faust möchte die eigenen Grenzen überwinden und erkennen, “was die Welt im Innersten zusammenhält“. Passend dazu schreibt Franz Liszt Mitte des 19. Jahrhunderts eine Faust-Musik, die weit über ihre Zeit hinausweist.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Rund 70 Jahre vor Arnold Schönbergs Zwölftonmusik komponiert Liszt am Anfang seiner Faust-Sinfonie eine Melodie, die alle 12 Töne der chromatischen Skala enthält. Das Werk deutet in seinen monumentalen Ausmaßen und seiner emotionalen Intensität auch auf Bruckner und Mahler hin. Dennoch ist die Faust-Sinfonie bis heute eher ein Geheimtipp des Orchesterrepertoires. Das gilt auch für Richard Wagners Faust-Ouvertüre – obwohl Peter Tschaikowsky sie für eine von Wagners besten Kompositionen hielt. Ähnlich dunkle Klangfarben wie bei Liszt und Wagner hören wir auch im Konzert für Viola von Béla Bartók. Es wurde erst nach dem Tod des Komponisten aus Fragmenten zusammengesetzt und vervollständigt.

Richard Wagner
“Faust“-Ouvertüre

Béla Bartók
Konzert für Viola und Orchester, Sz. 120

Franz Liszt
“Faust“-Sinfonie

Timothy Ridout, Viola
Aachener Philharmoniker
Leitung: Christopher Ward

Aufnahmen vom 25. November 2019 aus dem Theater Aachen

Moderation: Nicolas Tribes
Redaktion: Frank Hilberg