Signum Quartett - Böhmische Streichquartette

Das Signum Quartett mit ihren Streichinstrumenten

Signum Quartett - Böhmische Streichquartette

Ein Fest für das Streichquartett: das Signum Quartett führt durch die vielseitige Musikwelt Böhmens.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Josef Suk, der Schwiegersohn Antonín Dvořáks, war ein international aktiver Geiger und begeisterter Streichquartettspieler. So liegt es nahe, dass er sich für seine “Meditation über den altböhmischen Choral ‘Sankt Wenzel‘“ für diese Besetzung entschied. Er schrieb das Werk zu Beginn des Ersten Weltkriegs als eine Art Gebet, das sich an den Schutzpatron der böhmischen Länder richtet und um Schonung für das tschechische Volk bittet. Erwin Schulhoff feierte zehn Jahre später seinen Durchbruch mit seinen 5 Stücken, in denen er neben französisch inspirierter Eleganz und ironischen Bezügen zum Wiener Walzer seiner böhmischen Heimat ein volksmusikalisch geprägtes Denkmal setzte. In diese böhmische Heimat kehrte auch Antonín Dvořák aus den USA zurück und feierte das mit einem freudigen Gruß, seinem letzten Streichquartett. Er ließ sich hier von Volksmusik, Naturbezügen und Märchen inspirieren und zog zugleich eine Art Resümee seines Schaffens.

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett Nr. 6 B-Dur, KV 159

Josef Suk
Meditation über den altböhmischen Choral “Sankt Wenzel”, op. 35a

Erwin Schulhoff
5 Stücke für Streichquartett

Antonín Dvořák
Streichquartett Nr. 13 G-Dur, op. 106

Signum Quartett
Kerstin Dill, Violine
Annette Walther, Violine
Xandi van Dijk, Viola
Thomas Schmitz, Violoncello

Aufnahme vom 13. April 2014 aus dem WDR Funkhaus Köln

Moderation: Ulrike Froleyks
Redaktion: Werner Wittersheim