Emmanuel Pahud - Mahler Chamber Orchestra

Emmanuel Pahud

Emmanuel Pahud - Mahler Chamber Orchestra

Innere Zerrissenheit und verhasste Flöten: Bei seinem Debüt am Pult des Mahler Chamber Orchestras zeigt Jakub Hrůša mit Emmanuel Pahud, wie schön persönliche Krisen und instrumentale Abneigungen musikalisch bewältigt werden können.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Die Zeit um 1845 war hart für Robert Schumann. Selbstzweifel, Halluzinationen und neurotische Ängste setzten ihm genauso zu wie die Tatsache, dass er im Schatten seiner als Pianistin gefeierten Frau Clara stand. Mit der zweiten Sinfonie, seinem Werk aus “dunkler Zeit“, hat er sich aus seiner Depression befreit, das Finale ist absolut glücklich. Auch Mozart musste innere Widerstände überwinden. Mit seinen Flötenkonzerten schrieb er für ein Soloinstrument, das er absolut nicht mochte. Doch gerade dem ersten Konzert hört man das in keinem Takt an, erst recht nicht, wenn ein Virtuose wie Emmanuel Pahud es spielt, der Soloflötist der Berliner Philharmoniker.

Felix Mendelssohn Bartholdy
“Die Hebriden“ op. 26

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Flöte und Orchester Nr. 1 G-Dur KV 313 (KV 285c)

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Emmanuel Pahud, Flöte
Mahler Chamber Orchestra
Leitung: Jakub Hrůša

Aufnahme vom 27. August 2019 aus dem Konzertsaal des KKL, Luzern


Moderation: Ulrike Froleyks
Redaktion: Martin Bürkl