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Jetzt läuft: Adagio. Allegro con brio (1) / aus: Septett Es-Dur, op. 20 in der Bearbeitung als Nonett für Bläser von Beethoven, Ludwig van

Verbier Festival 2019: Kristóf Baráti und Valery Gergiev

Verbier Festival 2019: Kristóf Baráti und Valery Gergiev

Der ungarische Geiger Kristóf Baráti eröffnet das Verbier Festival in den Schweizer Alpen mit Béla Bartóks 2. Violinkonzert. Ein Werk mit einer emotional riesigen Spannbreite – sinnlich und romantisch, zart und lyrisch und auch schroff und vorantreibend.

Kristóf Barát

Im Jahr 1936 hat der Geiger Zoltán Székely das Konzert bei Béla Bartók in Auftrag gegeben, um seine Solokarriere in Schwung zu bringen. Er beriet Bartók auch während der Komposition, was geigerisch so alles möglich ist. Entsprechend ist das Konzert gespickt mit technischen Finessen. Bei der Form waren sich die beiden allerdings nicht ganz einig: Bartók wollte das gesamte Konzert nämlich als eine Folge von Variationen schreiben, während Székely sich eine traditionelle Satzfolge wünschte. Deshalb hat Bartók seine Variationen in den zweiten Satz verlegt und die beiden Rahmensätze über gemeinsames musikalisches Material miteinander verbunden. So hat der Komponist seine Variationsidee doch noch in sein Konzert hineingeschummelt.

Béla Bartók
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112

Dimitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op.47

Kristóf Baráti, Violine
Verbier Festival Orchester
Leitung: Valery Gergiev

Aufnahme vom 18. Juli 2019 aus der Salle des Combins, Verbier

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Martin Bürkl